Review: Trollhunter (Film)

So, nach einigen Tagen erst stress- dann urlaubsbedingter Abwesenheit habe ich mich heute auch mal wieder hingesetzt und ein wenig was zusammengeschrieben.

Trollhunter

Trolljegeren, NO 2010, 103 Min.

Trollhunter
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
André Øvredal
Autoren:
André Øvredal
Håvard S. Johansen

Main-Cast:
Otto Jespersen (Hans)
in weiteren Rollen:
Glenn Erland Tosterud (Thomas)
Johanna Mørck (Johanna)

Genre:
Fantasy | Horror

Trailer:

 

Inhalt:

In Trollhunter treffen wir auf drei Filmstudenten, die im Zuge einer Seminararbeit eine Dokumentation über illegale Bärentöter drehen wollen. Doch bei den toten Bären finden sich schnell seltsame Ungereimtheiten, die auch die offiziell zugelassen Jäger vor Rätsel stellen. Manche der Einheimischen haben den wortkargen und selten gesehenen Hans in Verdacht, der grundsätzlich auch das Gebahren eines Wilderers an den Tag legt. Die Studenten lauern ihm auf, folgen ihm und machen eine erstaunliche Entdeckung. Denn Hans ist beileibe kein Wilderer, sondern Trollhunter und bringt – wie er ihnen später erklärt – aus den eigens angelegten Reservaten geflohene Trolle zur Strecke.

Bei diesem Film – wie ich vergaß zu erwähnen – handelt es sich natürlich durch und durch um die pure Wahrheit, denn der Regisseur hat hier lediglich über 280 Stunden an Dokumaterial der drei Studenten zu einem abendfüllenden Spielfilm zusammengeschnitten.

Rezension:

Selbstverständlich handelt es sich bei Trollhunter natürlich nicht um einen studentischen Dokumentarfilm, sondern um eine klassische Mockumentary, wie man neudeutsch so schön sagt. Dem Grunde nach bin ich auch sicherlich kein ausgewiesener Fan dieses Genres und konnte auch vielen der bekannteren Vertreter dieser Gattung herzlich wenig abgewinnen – auf Trollhunter war ich allerdings tatsächlich neugierig und habe mir so den Kauf nicht nehmen lassen.

Erfreulicherweise hat mich dieser norwegische Film auch bei weitem besser unterhalten können als seine zumeist amerikanischen Artgenossen. Natürlich ist aber auch Trollhunter denselben Restriktionen unterworfen wie seine Genre-Kollegen und durch den Dokumentarstil kann nichts abseits der Geschichte um unsere Hauptprotagonisten geschehen, da man sich einzig auf die Arbeit des Kameramannes verlassen muss, den man natürlich ebenfalls entsprechend selten zu Gesicht bekommt und zu dessen Figur ich folgerichtig so gut wie keine Bindung aufbauen konnte – was später dem dramaturgischen Konstrukt des Films doch schadet. Ansonsten liefern die Studenten wie auch der Hans-Darsteller Otto Jespersen überzeugende Leistungen ab und agieren auch meist glaubhaft.

Was dem Film aber wirklich hilft, sind die liebevoll eingeflochtenen Informationsschnipsel zur Herkunft und dem Wesen der Trolle, die nicht nur clever und durchdacht sind, sondern auch für den einen oder anderen Lacher gut. Die Trolle selbst werden ebenfalls recht schnell Hauptattraktion des Films und stehen in punkto Detailverliebtheit und Einfallsreichtum dem ersonnenen Mythos in nichts nach.

Im Großen und Ganzen ist Trollhunter eine überzeugende Mockumentary mit vielen schönen – und schön umgesetzten – Einfällen, die mich aber nicht so wie erhofft hat packen können, denn dafür ist die gerade zu Beginn sprunghaft und episodisch erzählte Geschichte einfach nicht ausgereift und fesselnd genug. Wer aber mal einen mythisch verklärten Blick auf die eisigen Weiten Norwegens werfen möchte, für den ist Trollhunter sicherlich eine Überlegung wert.

Fazit & Wertung:

Trollhunter ist durchaus ein guter Film, kann sich aber auch nicht so richtig entscheiden, ob er jetzt witzig oder gruselig sein möchte. Das Endergebnis wirkt daher solide, aber auch nicht unbedingt umwerfend bahnbrechend.

6,5 von 10 verschiedenen Trollarten

Trollhunter

  • Verschiedene Trollarten - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Trollhunter ist durchaus ein guter Film, kann sich aber auch nicht so richtig entscheiden, ob er jetzt witzig oder gruselig sein möchte. Das Endergebnis wirkt daher solide, aber auch nicht unbedingt umwerfend bahnbrechend.

6.5/10
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