Review: Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (Film)

Das Star Wars Universum

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Und wie versprochen lasse ich mich dann heute auch noch zum zweiten Star Wars-Teil aus, nicht mehr ganz so vernichtend wie noch beim ersten Teil, doch immer noch hoffentlich merklich kritisch. Damit einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Star Wars:
Episode II
Angriff der Klonkrieger

Star Wars: Episode II – Attack of the Clones, USA 2002, 142 Min.

Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung | © Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.
© Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.

Regisseur:
George Lucas
Autoren:
George Lucas
Jonathan Hales

Main-Cast:
Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi)
Natalie Portman (Padmé)
Hayden Christensen (Anakin Skywalker)
Ian McDiarmid (Supreme Chancellor Palpatine)
Samuel L. Jackson (Mace Windu)
Christopher Lee (Count Dooku)
in weiteren Rollen:
Anthony Daniels (C-3PO [Stimme])
Kenny Baker (R2-D2)
Frank Oz (Yoda [Stimme])

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action | Fantasy

Trailer:

 

Inhalt:

Zehn Jahre nach der Schlacht um Naboo sieht sich die Galaktische Republik und deren Oberster Kanzler Palpatine der wachsenden Bedrohung durch Separatisten gegenüber, die das Reich mit gezielten Anschlägen und Attentaten zu schwächen versuchen. Auch Senatorin Padme Amidala, die frühere Königin von Naboo, scheint in Gefahr zu sein und nach einem missglückten Attentat werden ihr Obi-Wan Kenobi und sein Padawan Anakin Skywalker, der Padme seit zehn Jahren nicht gesehen hat, zur Seite gestellt, was sich prompt als cleverer Schachzug erweist, denn ein weiterer Mordversuch kann von den beiden nur knapp vereitelt werden.

Szenenbild aus Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger | © Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.
© Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.

Aufgrund der vermehrten Anschläge ist man sich einig, dass es auf Coruscant nicht länger sicher ist für Padme und so reist sie gemeinsam mit Anakin zu ihrem Heimatplaneten Naboo und in der Abgeschiedenheit inmitten grüner Wiesen und kristallblauer Seen kommen sich die beiden langsam näher, während Obi-Wan den Spuren der Verschwörung folgend zu dem sturmumtosten Planeten Kamino reist und dort eine erstaunliche Entdeckung macht. Obi-Wan versucht Kontakt zu Coruscant und dem Rat aufzunehmen, doch scheitert die Verbindung daran, dass Kamino zu abgelegen liegt und so tritt er eine weitere Reise durchs All an und wird alsbald Count Dooku begegnen, der einen Angriff ungeahnten Ausmaßes plant, der die gesamte Galaktische Republik zerreißen und hinwegfegen könnte. Die Jedi-Ritter als Wahrer des Friedens wappnen sich und ziehen mit unverhoffter Unterstützung in den Kampf.

Rezension:

Das mag zynisch klingen, doch das Beste, was Star Wars Episode II – Angriff der Klonkrieger passieren konnte, war Die dunkle Bedrohung, denn nachdem die Erwartungshaltung dermaßen immens war und so jäh und nachhaltig enttäuscht worden ist, konnte man sich dem zweiten Teil der neuen Trilogie doch mit einem gesteigerten Maß an Zurückhaltung und Demut widmen, so dass George Lucas‘ Vision plötzlich weitaus besser erscheint, als sie objektiv zu bewerten wäre, denn wenn auch Teil 2 sicherlich kein Meilenstein des Science-Fiction-Genres werden wird, geschweige denn Kult, merzt er doch konsequent einige der gemachten Fehler aus und breitet gefühlvoll den Mantel des Schweigens um Ärgernisse wie den jungen Anakin, Jar Jar Binks oder auch die unsäglichen Midi-Chlorianer, die kaum noch erwähnt werden. Ja, Midi-Chlorianer soll es immer noch geben, Jar Jar Binks wurde nicht gänzlich aus dem Skript gestrichen und Anakin wirkt auch hier mehr wie ein Milchbubi, denn wie ein ernstzunehmender Sith-Anwärter, doch wurde Jar Jars Screentime immerhin deutlich zurückgefahren und es ist merklich angenehmer, Hayden Christensen beim Werben um Padme aka Natalie Portman zu beobachten als die sich andeutende Romanze zwischen neunjährigem Jungen und sechzehnjährigem Mädchen ertragen zu müssen, wenn es auch seltsam anmutet, dass Portman kaum gealtert zu sein scheint, wohingegen Anakin natürlich merklich an Reife zugelegt hat, zumal ja zwischen beiden Filmen rund zehn Jahre liegen sollen, aber das soll nicht allzu sehr stören.

Szenenbild aus Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger | © Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.
© Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.

Natürlich nimmt die Romanze zwischen Anakin und Padme merklich Raum im Film ein und fügt sich dabei nicht gerade ideal in den Kontext des sich entfaltenden Konflikts zwischen Republik und Separatisten, doch wirkt Angriff der Klonkrieger dennoch merklich erwachsener und düsterer als noch der erste Teil der Trilogie, was ihm wirklich nur zum Vorteil gereicht. Vor allem aber haben mir die zunehmenden Querverweise auf die ursprüngliche Trilogie gefallen, was etwa den jungen Boba Fett anbelangt, der im Vergleich zu seiner damaligen Rolle tatsächlich merklich an Profil gewinnt, wohingegen es auch passt, dass dessen Vater einige erquickliche Szenen mit Obi-Wan aka McGregor spendiert bekommt, der hier ebenfalls deutlich mehr Profil erhält als noch im vorangegangenen Teil, was natürlich auch seiner Rolle geschuldet ist, die ihn nun, zehn Jahre später, bereits im Status eines Jedi-Meisters zeigt und nicht mehr lediglich bloß als Padawan. Des Weiteren steht dem Film auch Christopher Lee als Count Dooku, der auch schon einen überzeugenden wie charismatischen Saruman in Der Herr der Ringe geben durfte, durchaus gut zu Gesicht, wenngleich ihm wiederum etwas mehr Screentime nicht geschadet hätte, zumal man das Gefühl bekommt, Darth Sidious – wie der spätere Imperator sich noch immer nennt – wechsle seine Schüler wie andere Leute Unterhosen. Auch auf die französischen Handelskonföderierten muss man nicht verzichten und als wäre dem nicht genug, trifft man auch Jar Jar Binks wieder, der, so erschreckend das auch sein mag, in läppischen zehn Jahren noch immer nicht gescheit die Sprache der ihn umgebenden Menschen gelernt zu haben scheint, sich aber zumindest erfreulich im Hintergrund hält.

Altersunterschied und Romanze zum Trotz vermag es diesmal aber auch Natalie Portman, merklich mehr Raum einzunehmen und statt nur mit Make-Up beschmiert durch die Gegend zu staksen oder sich als Dienerin zu tarnen, darf sie diesmal auch deutlich mehr Feuerkraft und Schlagfertigkeit unter Beweis stellen, was der Geschichte ebenfalls gut zu Gesicht steht. Coruscant wirkt diesmal merklich bunter und lebhafter als noch im ersten Teil und macht einen Großteil der Faszination des Films aus, wohingegen Naboo zwar vorkommt, aber vergleichsweise konventionell wirkt. Die namensgebenden Klonkrieger in Angriff der Klonkrieger fallen ebenfalls positiv ins Auge, da man deutlich mehr über die späteren Stormtrooper und ihren Ursprung erfährt, der sich noch dazu stimmig ins Gesamtkonzept fügt. Leider hat auch der zweite Teil damit zu kämpfen, dass im Grunde herzlich wenig passiert, denn auch wenn sich das alles anhört, als würde es einen auf eine Vielzahl unterschiedlicher Welten verschlagen, ist die Story doch recht stringent erzählt und findet mit nur geringfügigen Schwenkern zum Finale, wenn bis dahin auch durchaus wieder zweieinhalb Stunden vergehen, was aber der zunehmenden Zahl an Dialogen geschuldet ist, doch immerhin wirken sie nicht mehr ganz so platt wie noch im Vorgänger, was allerdings auch nicht schwer zu bewerkstelligen ist, wenn man bedenkt, wie oberflächlich und lapidar die Geschichte noch einen Film zuvor gewirkt hat.

Szenenbild aus Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger | © Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.
© Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.

Immerhin kommt nun die Geschichte so langsam in Gang, beginnt der dunkle Sith-Lord, seinen Einfluss auszuweiten und hat mit Count Dooku zwar nicht unbedingt einen schlagfertigeren, aber doch allgemein mächtiger und souveräner wirkenden Mann an der Hand, während nicht nur der Einfluss der Separatisten zunimmt, sondern diesmal auch der Rat der Jedi, beziehungsweise speziell Yoda seine Szenen zugestanden bekommen, was tatsächlich weniger wie Fan-Service wirkt, denn wie die konsequente Einbindung altbekannter Figuren, die hier nun endlich ihren Moment spendiert bekommen und zeigen dürfen, was sie draufhaben, ein Moment, den man im speziellen Fall des altehrwürdigen Yoda schon lange herbeigesehnt hat (zumindest ging es mir so). Geht man nach dem alten Sinnspruch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten, hat zwar Angriff der Klonkrieger noch längst kein Gleichgewicht der Macht erreicht, doch immerhin befindet sich der zweite Teil auf dem richtigen Weg, wirkt deutlich düsterer als sein Vorgänger und wirkt zumindest so, als würde er sich bemühen, die Verfehlungen des Vorgängers auszumerzen, was sich eben in dem merklich ernsthafter gewordenen Ton und der spürbar erwachsener gewordenen Erzählung widerspiegelt, der es zwar nicht gelingt, den alten Zauber wiederzubeleben, doch immerhin einen Schritt in die richtige Richtung zu machen und den geneigten Star Wars-Fan nach rund hundertdreißig Minuten nicht ganz so verzweifelt und hilflos zurückzulassen wie noch drei Jahre zuvor beim ersten und enttäuschendsten Teil der Saga.

Fazit & Wertung:

Aus den Fehlern des ersten Teils lernend, präsentiert sich Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger schon deutlich erwachsener und ernsthafter, verzichtet überwiegend auf Slapstick und platten Humor, schlägt gleichwohl die Bresche zwischen dem kinderfreundlichen ersten und dem düsteren dritten Teil, lässt aber ebenso manchmal eine stringente Ausrichtung vermissen, denn trotz zahlreicher gelungener Versatzstücke vermag es George Lucas leider nicht, seine Saga in einen stimmigen Kontext zu setzen.

(Auch hier 7 Punkte allein durch den anderthalb Punkte Es-ist-halt-Star-Wars-Bonus…)

7 von 10 Jedi-Rittern, die sich den Sith entgegenstellen

Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger

  • Jedi-Ritter, die sich den Sith entgegenstellen - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Aus den Fehlern des ersten Teils lernend, präsentiert sich Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger schon deutlich erwachsener und ernsthafter, verzichtet überwiegend auf Slapstick und platten Humor, schlägt gleichwohl die Bresche zwischen dem kinderfreundlichen ersten und dem düsteren dritten Teil, lässt aber ebenso manchmal eine stringente Ausrichtung vermissen, denn trotz zahlreicher gelungener Versatzstücke vermag es George Lucas leider nicht, seine Saga in einen stimmigen Kontext zu setzen.

(Auch hier 7 Punkte allein durch den anderthalb Punkte Es-ist-halt-Star-Wars-Bonus...)

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DVD:

Blu-ray:

  • Den zweiten Teil fand ich auch bedeutend besser. Hatte damals sogar 8 Punkte vergeben und konnte sogar größtenteils über die teils doch sehr schnulzige Love Story hinwegsehen. Natalie Portman hat da auch viel wett gemacht… :)

    • Tatsächlich nimmt die zugegebenermaßen nervige Love Story auch gar nicht mal so viel Raum ein, wie wir uns alle (mich eingeschlossen) zu erinnern meinen. Zumindest war ich erstaunt, dass die regelrecht schnulzigen Szenen vielleicht gerade einmal 20 Minuten des Films füllen, was bei 140 Minuten Spielzeit gar nicht mal sooo viel ist, dass man sich da so sehr drüber echauffieren müsste. Und stimmt, dank Natalie Portman kann man auch diese Szenen „ertragen“.

      8 Punkte hätte ich damals nach Kino-Sichtung wohl auch vergeben, da der Star-Wars-Bonus seinerzeit bei mir auch noch ausgeprägter gewesen ist, der Film vor allem aber im direkten Vergleich zu Episode I extrem gut abschneidet.

  • Benjamin Magdziak

    Ich würde den film 6 punkte geben. Das der Film Erwachsener ist mag wirklich sehr gut sein, das ändert aber nichts daran das er vorallem in der ersten hälfte ,stellenweise, Stinklangweilig ist 😀 Meiner meinung nach sind die Diaologe in der Love story das grauen…diese schreckliche Kamin szene mit Padme im Domina anzug…da krieg ich eine Ekel Gähnsehaut 😀 da bevorzuge ich minimal den ersten teil.

    • Abzüglich des Es-ist-halt-Star-Wars-Bonus komme ich ja sogar nur auf 5,5 Punkte! 😉 Ja, da war schon einiges richtig mies/langweilig, die Love Story stört in ihrer Form mehr als sie nützt und auch die einleitende Verfolgungsjagd quer durch Coruscant war mir a) zu lang und b) zu sehr over-the-top, aber den ersten Teil fand ich dennoch weit mäßiger, da mir der noch jüngere Anakin noch mehr auf die Nerven ging als dieser hier und das Podcar-Rennen noch langweiliger und länger war als hier so mancher Kampf oder eben besagte Verfolgungsjagd.

  • Der Kinogänger

    Auch hier sehe ich den Film wieder deutlich positiver. Für mich definitiv das Highlight der Prequel-Trilogie und auch besser als Episode IV (die ich schon immer in Teilen ziemlich langweilig fand)!

    • Ja, Episode IV hat mich bei der jüngsten Sichtung auch ein wenig ernüchtert zurückgelassen irgendwie, das war schon erschreckend, weil ich das „damals“ nie so erlebt habe.

      Highlight der Prequel-Trilogie ist für mich aber immer noch der dritte Teil, der in meinen Augen dann doch recht gekonnt den Bogen schlägt zu den alten Filmen und endlich so episch wirkt, wie ‚Star Wars‘ schon immer hätte sein können (und bei der oft flachen Story auch hätte sein müssen). Dazu unvergessene Szenen wie die Order 66 und der darauffolgende Schnitt auf allerlei Planeten in der Galaxis, ikonischer Aufmarsch der Klonkrieger, der schon sehr an die späteren Stormtrooper gemahnt, der unvermeidliche Kampf zwischen Obi-Wan und Anakin, Palpatines Offenbarung, Yoda erneut in Aktion… aber zu all dem komme ich ja auch noch einmal gesondert 😉

      • Der Kinogänger

        Episode III ist schon auch handwerklich gut gemacht, aber was sie für mich kaputtgemacht hat, ist, daß ich Anakins Wandlung zum Bösewicht dann im Endeffekt doch extrem überstürzt und damit auch extrem unglaubwürdig finde. Überspitzt ausgedrückt: Im einen Moment ist er noch der gute Jedi (mit leichten emotionalen Problemchen), im nächsten schlachtet er schon mitleidlos Kinder ab. Nö, glaubwürdiges Storytelling ist was anderes (selbst mit „unendlicher Liebe“ als Motivation) …

        (Und außerdem finde ich General Grievous viel nerviger als Jar-Jar Binks!)

        Aber den kleinen Rant hätte ich mir wohl eher für deine Episode III-Rezension aufheben sollen. 😉 Um nochmal den Bogen zurück zur vorliegenden Kritik zu schlagen: „Episode II“ gefällt mir wahrscheinlich gerade deshalb so gut, weil das Entertainment ganz klar im Vordergrund steht und Lucas darin noch kaum versucht hat, erzählerische Tiefe einzuflechten – die er einfach nicht (mehr) drauf hat.

  • mwj

    Also, Wulf meine Meinung zum „Ist halt Star Wars“-Bonus kennst du ja. Episode I würde bei mir maximal 3 Punkte kriegen und Episode II so 4 bis 5.

    Ich fand die Liebesgeschichte nach mehrmaligem Sehen irgendwie nervtötend, vor allem die Szenen im Grünen. Und der Film ist zu lang und zu überladen. Beim Kinobesuch 2002 fand ich Episode II natürlich irgendwie aufgrund der Action cool, auch wenn mich die Liebesgeschichte damals auch weniger gepackt hat.
    Ich denke, dass Grundproblem der Prequel-Trilogie ist einerseits, dass die Effekte bzw. das Merchandising im Vordergrund standen und andererseits dass sich George Lucas als Autor mit der Komplexität und der Größe der Stories keinen Gefallen getan hat. Die Originaltrilogie war ein dreiteiliges spannendes, rasantes und unterhaltsames Weltraumabenteuer ohne wirklich großen Tiefgang und das hat auch wunderbar funktioniert. Nur mit dem gleichen Level an Tiefgang bzw. weniger eine noch epischere Geschichte (Episoden I bis III) zu stemmen, das konnte nicht funktionieren.

    Dennoch freue ich mich natürlich auf dein Review zu Episode III und IV bis VI… :-)

    • Das stimmt, episch waren die alten Teile auch nicht wirklich, sondern eben nur für damalige Verhältnisse episch anmutend. Gerade bei Episode IV sind mir auch einige Anschlussfehler zu den Folgefilmen aufgefallen, an denen man merkt, dass da im Nachhinein einiges zusammengesponnen worden ist. Episch wurde die Chose erst mit dem wachsenden Franchise, den begleitenden Büchern und Spielen usw. und diesem epischen Anspruch wollte Lucas nun natürlich gerecht werden und gleichzeitig möglichst viel Merchandise-wirksames Material produzieren, das merkt man schon. Und gerade an der Love Story sieht man auch, dass er kein geborener Geschichtenerzähler ist und so etwas in der alten Trilogie in weiten Teilen wohlweislich ausgelassen hat (wobei selbst da die wenigen Sprüche und Szenen grenzwertig unbeholfen wirken).

      Vor allem aber wirkt die alte Trilogie doch deutlich erwachsener und leidet darunter, dass er im Laufe der Jahre immer mehr lustige quietschende Viecher in die Filme gepresst hat, für die er ja ein akutes Faible zu haben scheint, die aber so gar nicht in die ach so epische Saga passen wollen, mich aber in Episode I immerhin weit mehr gestört haben als hier, wo es dann wieder eher andere Faktoren sind wie die extrem ausartenden Action-Szenen, in denen eigentlich herzlich wenig passiert und die die Geschichte kaum bis gar nicht voranbringen.

      Zur Wertung hatte ich ja schon beim letzten Film was geschrieben, aber wenn ich den Bonus rausrechne, komme ich ja immerhin auch „nur“ auf 5,5 Punkte… :-)

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