Review: Doctor Who | Staffel 4 (Serie)

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Doctor Who

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Bevor ich es später vergesse oder mir das Leben dazwischen kommt, gibt es hier noch fix meine neueste Serien-Review für euch, bevor ich mich nun gleich in die Stadt begeben und dort ein wenig herumstromern werde, wie man das am Wochenende halt gerne mal macht. Macht euch eine schöne Zeit und bis morgen!

Doctor Who
Staffel 4

Doctor Who, USA 2005-, ca. 45 Min. je Folge

Doctor Who | © WVG Medien
© WVG Medien

Serienschöpfer:
Sydney Newman
Ausführende Produzenten:
Russell T. Davies
Steven Moffat

Main-Cast:
David Tennant (The Doctor)
Catherine Tate (Donna Noble)
in weiteren Rollen:
Billie Piper (Rose Tyler)
Freema Agyeman (Martha Jones)
Bernard Cribbins (Wilfred Mott)
Jacqueline King (Sylvia Noble)
John Barrowman (Captain Jack Harkness)
Elisabeth Sladen (Sarah Jane Smith)
Alex Kingston (River Song)
John Simm (The Master)
Noel Clarke (Mickey Smith)
Camille Coduri (Jackie Tyler)
Penelope Wilton (Harriet Jones)
Julian Bleach (Davros)
Paul Kasey (Hath Peck/Ood Sigma/The Host/Sorvin)
Nicholas Briggs (Dalek/Cyber Voices/Judoon [Stimme])
Kylie Minogue (Astrid Peth)
Georgia Moffett (Jenny)
Fenella Woolgar (Agatha Christie)
Felicity Jones (Robina Redmond)
Michelle Ryan (Christina)
Talulah Riley (Miss Evangelista)

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Fantasy

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Nachdem Donna Noble vor ziemlich genau einem Jahr das Angebot des Doctors ausschlug, ihn auf seinen Reisen zu begleiten, scheint ihre Stunde gekommen, als die beiden sich zufällig erneut begegnen, zumal Donna mittlerweile erkannt hat, einen Fehler begangen zu haben. Und so hebt die TARDIS erneut ab und verschlägt sie ins antike Pompeji, ermöglicht ein Treffen mit Agatha Christie und lässt den Doctor die Bekanntschaft mit River Song machen, die ihn aus einem späteren Leben bereits zu kennen scheint, doch zunächst im Verborgenen kündigt sich erneut eine Gefahr an, die nicht nur das Leben des Doctors, sondern das Universum an sich bedrohen könnte…

Rezension:

Nun habe ich also auch die Wiederholungssichtung der vierten Staffel Doctor Who beendet und wieder einmal gemerkt, dass ich mit Donna Noble als Companion doch vergleichsweise wenig anfangen kann, auch wenn das viele sicher anders sehen werden, denn auch wenn sie, weit mehr als das bei beispielsweise Martha Jones der Fall gewesen ist, dem Doctor durchaus das Wasser reichen und ihm Paroli bieten kann, ist sie mir doch oft zu schrill und hysterisch, als dass ich wirklich mit ihr warm werden würde, was nicht heißen soll, dass ich die Figur nicht grundsätzlich sympathisch finde, doch zu meinen Lieblingen wird sie leider nie gehören, doch krankt die Staffel in meinen Augen zunächst einmal an einer zwar immer noch sehenswerten, unterhaltsamen und einfallsreichen Mittelmäßigkeit, denn angefangen mit dem 2007er-Weihnachtsspecial Reise der Verdammten (4.00) inklusive durchaus spaßigem Gastauftritt von Kylie Minogue wusste mich keine der Folgen so richtig mitzureißen oder zu begeistern, wobei ausgerechnet die gar nicht mal so außergewöhnliche Episode Der Doctorvater (4.06) für mich ein kleiner Lichtblick war, was aber mehr daran gelegen haben dürfte, dass mir Gast-Star Georgia Moffett, die hier als Tochter des Doctors in Erscheinung tritt und im wahren Leben mit David Tennant verheiratet ist, so gefallen hat, derweil die sich anschließende Folge Das Einhorn und die Wespe (4.07) für mich gar den absoluten Tiefpunkt der Staffel darstellt, ungeachtet der Tatsache, dass der Doctor nebst Begleiterin hier Agatha Christie begegnet.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Zu diesem Zeitpunkt machte sich also bei mir schon regelrechte Ernüchterung breit, doch kaum gedacht, folgte der aus Tödliche Stille (4.08) und Wald der Toten (4.09) bestehende Zweiteiler, der für mich auch nach all den Jahren noch eines der Highlights der Serie darstellt, wie beinahe zu erwarten auch wieder einmal von Steven Moffat geschrieben worden ist und nicht zuletzt die Figur der von Alex Kingston verkörperten River Song ins Doctor Who-Universum einführt, der man bereits in der fünften Staffel erneut und daran anschließend noch öfter begegnen wird. Und mit diesen beiden Folgen scheint auch hier wieder ein Bann gebrochen worden zu sein und es geht hochkarätig weiter, sowohl mit der beinahe schon als Horror-Flick zu bezeichnenden Episode Die Stimmen (4.10) als auch einer klassischen Was-wäre-wenn-Folge in Gestalt von Reise rückwärts (4.11) inklusive Gastauftritt einer früheren Companion und last but not least dem ebenfalls zweiteiligen Staffelfinale Die gestohlene Erde (4.12) und Das Ende der Reise (4.13), der dann von Rose über Martha und Donna alles an jüngeren Companions ins Feld führt und ebenso Captain Jack Harkness, die frühere Companion Sarah Jayne Smith und nicht zuletzt K9 in Erscheinung treten lässt und einen ebenfalls überaus kultigen und mitreißenden Zweiteiler darstellt und – oh Wunder, oh Wunder – nicht von Steven Moffat, sondern dem nicht minder begabten Russell T. Davies geschrieben worden ist.

Damit wäre es das gewesen und folglich erneut eine Staffel, deren stärkste Episoden die schwächeren sozusagen mitziehen, doch sollten noch mehrere Specials folgen, die ich für meinen Teil gedanklich der vierten Staffel zurechnen würde – wie man beispielsweise bei Amazon Prime ebenfalls verfahren ist – , bevor sich in der fünften Staffel mit Matt Smith ein neuer, der mittlerweile elfte Doctor erheben würde und so ist es kein Geheimnis, dass dies eben nicht im Staffelfinale selbst passiert, sondern vielmehr am Ende einer insgesamt weitere insgesamt fünf Folgen umfassenden Reise, namentlich in dem Zweiteiler Das Ende der Zeit, der noch dazu mit der Rückkehr eines von mir heiß und innig geliebten Antagonisten aufzuwarten weiß.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Bei den weiteren Specials handelt es sich ansonsten um die beinahe schon obligatorische Weihnachtsfolge Der andere Doctor, deren Prämisse ich einmal herrlich erfrischend und unterhaltsam empfunden habe, die wieder einmal mit dem Horror-Genre kokettierende Folge Planet der Toten sowie die ebenfalls wahnsinnig gruselige und eindringlich geschilderte, noch dazu aber auch tragische Geschichte von Der rote Garten, die noch mehr als die vorangegangenen Folgen den Grundstein für das herzzerreißende Finale Das Ende der Zeit legt, dass David Tennant als zehntem Doctor einen mehr als würdigen Abgang kredenzt, der mich diesmal noch weit stärker in Mitleidenschaft gezogen hat als seinerzeit Ecclestons überraschend früher Ausstieg nach nur einer Staffel. Nichtsdestotrotz weiß ich ja längst, dass auch Matt Smith seine Qualitäten hat, doch an Tennant wird wohl für mich, auch aufgrund der wahnsinnig emotionalen Finalfolgen, so schnell niemand heranreichen.

Fazit & Wertung:

Nach einem eher mäßigen Start der vierten Staffel Doctor Who finden sich speziell in der zweiten Hälfte der Staffel eine Reihe von überaus hochkarätigen Episoden, die man nicht verpasst haben sollte, ebenso wie die überwiegend lohnenswerten Specials, die sich an die eigentliche Staffel anschließen und die Reise des zehnten Doctors beschließen werden und zum Ende hin nicht nur ungemein packend, sondern vor allem emotional ergreifend daherkommen und David Tennant einen würdigen Abgang verschaffen.

8,5 von 10 Reisen mit der TARDIS

Doctor Who | Staffel 4

  • Reisen mit der TARDIS - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Nach einem eher mäßigen Start der vierten Staffel Doctor Who finden sich speziell in der zweiten Hälfte der Staffel eine Reihe von überaus hochkarätigen Episoden, die man nicht verpasst haben sollte, ebenso wie die überwiegend lohnenswerten Specials, die sich an die eigentliche Staffel anschließen und die Reise des zehnten Doctors beschließen werden und zum Ende hin nicht nur ungemein packend, sondern vor allem emotional ergreifend daherkommen und David Tennant einen würdigen Abgang verschaffen.

8.5/10
Leser-Wertung 9/10 (4 Stimmen)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 4

00. Reise der Verdammten (7,5/10)
01. Es lebe das Fett (7,5/10)
02. Die Feuer von Pompeji (7,5/10)
03. Immer zu Diensten (7,5/10)
04. Dicke Luft (7,5/10)
05. Mörderischer Himmel (7,5/10)
06. Der Doctorvater (7,5/10)
07. Das Einhorn und die Wespe (7/10)
08. Tödliche Stille (9,5/10)
09. Wald der Toten (9,5/10)
10. Die Stimmen (9/10)
11. Reise Rückwärts (8,5/10)
12. Die gestohlene Erde (9/10)
13. Das Ende der Reise (9,5/10)
Special: Der andere Doctor (8/10)
Special: Planet der Toten (8/10)
Special: Der rote Garten (9/10)
Special: Das Ende der Zeit 1 (9/10)
Special: Das Ende der Zeit 2 (9/10)

 
 
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Doctor Who | Staffel 4 ist am 28.06.13 auf DVD im Vertrieb von polyband/WVG Medien erschienen, die fünf Specials wiederum sind am 23.11.13 – erstmals auch auf Blu-ray – erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:



Blu-ray:

  • Jenny <3 Ich find's so schade, dass aus der Figur nicht mehr gemacht wurde. Die hatte so viel Potential und dann taucht sie nur in einer Folge auf…

    Ich kann übrigens mit Donna auch nicht viel anfangen und wunder mich immer noch warum gefühlt alle so total begeistert von ihr sind.

    • Stimmt, das ging mir auch so, schon bei der Erstsichtung damals. Und ich war so überzeugt, dass man Jenny noch mal begegnen würde, aber nichts da, sehr schade.

      Und nein, Donna war irgendwie nervig oft, um es mal so platt zu formulieren, aber mittlerweile bin ich ja auch schon wieder mitten in der Amy-Ära angelangt.

  • Ich weiß, daß vielen der Doctor in Tennants Abschiedsstaffel zu weinerlich war, aber mir ist diese Verzweiflung, dieses Nicht-loslassen-wollen, das Tennant gerade in den (oft kritisierten) Abschluß-Specials so perfekt verkörpert hat, sehr positiv in Erinnerung geblieben. Was Donna betrifft: Ich fand sie gut – aber ehrlich gesagt fand ich bislang noch jeden Companion seit dem Neustart der Serie gut (meine Favoritin ist jedoch Clara). :-)

    • Stimmt, ich fand Tennant auch sehr überzeugend, gerade zum Schluss, da schwang wahnsinnig viel Gefühl mit.

      Und ja, Clara ist auch mein Liebling und ich freue mich schon, ihr in nicht allzu ferner Zukunft erneut zu begegnen 😉

  • Gerade zum ersten Mal geguckt. Fand Donna Noble schon recht gut, gerade der Kniff, dass sie in Staffel 2 schon auftauchte. Inhaltlich war aber Staffel drei tatsächlich stärker. Freu mich schon auf Staffel fünf.

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