Review: Kick-Ass (Film)

So, wie bereits angekündigt ist sie hier also, die Rezension zum Film zum Comic! Hach, was kann ich mich manchmal schön krude ausdrücken^^

Kick-Ass

Kick-Ass, USA 2010, 117 Min.

Kick-Ass
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Matthew Vaughn
Autoren:
Matthew Vaughn
Jane Goldman

Main-Cast:
Aaron Johnson (Dave Lizewski/Kick-Ass)
Christopher Mintz-Plasse (Chris D’Amico/Red Mist)
Mark Strong (Frank D’Amico)
Chloë Grace Moretz (Mindy Macready/Hit-Girl)
Nicolas Cage (Damon Macready/Big Daddy)


Genre:
Action | Komödie


Trailer:

 

Inhalt:

Dave Lizewski, ein normaler Teenager, ein Nerd, wie er im Buche steht: Die Mädchen machen sich nichts aus ihm und in der Schule ist er unsichtbar, die Zeit vertreibt er sich mit Comics lesen und masturbieren. Doch ebenjene Comics lassen einen Gedanken in ihm keimen. Was wäre, wenn jemand sich trauen würde, in ein Superheldenkostüm zu schlüpfen und gegen die Schurken dieser Welt vorgehen würde. Gedacht getan beginnt Dave damit, sich ein Kostüm zu entwerfen und einen Namen zu suchen. Schlussendlich wird er bei ebay fündig und bestellt sich einen grünen Taucheranzug als Kostüm, ein Name ist auch schnell gefunden: Kick-Ass!

Und so begibt sich Kick-Ass auf seine ersten Patrouillen und wird auch prompt von zwei Gangstern aufgemischt, mit einem Messer verletzt und von einem Auto angefahren. Doch das kann Dave nicht schrecken, er hat Blut geleckt und will mehr denn je ein Superheld werden. Er kehrt auf die Straße zurück, gerät durch Zufall in eine Schlägerei und schafft es tatsächlich, den Bedrohten zu beschützen – und dank Kamerafunktion im Handy und vielen Schaulustigen ist die Schlägerei mit dem maskierten Dave bald das meistgeklickte Video bei youtube und Kick-Ass wird über Nacht zum Held der Nation. Alles könnte so schön sein, doch bald hat die Familie D’Amico ihn in Verdacht, deren Handlanger getötet zu haben und bläst zur Jagd auf Kick-Ass. Doch glücklicherweise kämpft auch das ominöse Duo Hit Girl und Big Daddy gegen D’Amico. Und dann tritt noch Red Mist, Kick-Ass‘ Nachahmer auf den Plan.

Rezension:

Die Verfilmung von Kick-Ass, so naheliegend und dabei Gott sei Dank auch so nah an der Vorlage. Die Schauspieler sind durch die Bank weg gut gewählt und verkörpern die Comicfiguren glaubhaft, auch wenn ich anfangs bei Nicolas Cage als Big Daddy zugegebenermaßen extrem skeptisch war (und das, obwohl ich ein großer Nic Cage-Fan bin), muss ich doch zugeben, dass er mich letztlich (wie immer) überzeugen konnte. Erfreulich auch, dass der gesamte Erzählstil sich sehr am Original orientiert und sogar teilweise den gesamten szenischen Aufbau, also quasi die Bildeinstellungen übernimmt.

Aber um den Film mal als solches zu betrachten: Er bietet abgründig bösen Humor mit einigen netten One-Linern, furiose Action-Sequenzen, die in ihrer Blutigkeit im Laufe des Films – so schien es mir zumindest – immer mehr zunehmen. Anfangs dachte ich noch, dass hier einiges an Brutalität rausgekürzt werden musste, mutmaßlich für die 16er Freigabe, aber später kam ich doch immer öfter ins Staunen, wie explizit die einzelnen Tötungsszenen dann doch waren, auch wenn manches der Fantasie des Zuschauers überlassen bleibt. Was mich zudem erstaunt hat war, wie selbst den nerdigen Freunden von Dave oder auch Frank D’Amico eine charakterliche Tiefe zuteilwurde, selbstverständlich in gewissen Grenzen, doch hatten diese Figuren weitaus mehr zu bieten als ihre originalen Konterparts.

Leider, leider nimmt sich das Drehbuch von Vaughn und Goldman dann aber doch einige Freiheiten heraus, was zunächst einmal nicht schlimm sein muss, im vorliegenden Fall aber dazu führt, dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte ein wenig leidet und auch der fiese Humor teilweise etwas kurz kommt. Ich habe mir geschworen, in meinen Inhaltsbeschreibungen wie auch Rezensionen niemals zu spoilern, deshalb kann ich hier leider nicht auf die Details eingehen, aber ein zwei markige Beispiele finden die geneigten Leser im Wikipedia-Artikel zum Kick-Ass Comic (!), unter dem Punkt Verfilmung. Warum aber stören diese Änderungen so eklatant? Sie rücken die Geschichte näher an eine typische Hollywood-Geschichte, mit klassischem Happy-End und allem Drum und Dran und das passt leider nur mäßig hinein in die Welt von Kick-Ass.

Außerdem gibt es einen Twist in der Geschichte, der – anders als im Comic – hier schon im Vorfeld quasi angekündigt wird und damit einiges an Überraschungsmoment zunichtemacht – das hätte nicht sein müssen. Aber, um auch mal wieder etwas positives zu sagen, die Seitenhiebe auf die Medien sind ebenso gut umgesetzt wie im Original und eine großartige Form der Huldigung war die im Film vorhandene Entwicklung einer Comic-Serie zu Kick-Ass, welche im dortigen Comic-Geschäft angeboten werden und für die man die echten Comics benutzt hat. Ein klassisches und sehr, sehr schönes Selbstzitat!

Alles in allem bietet Kick-Ass hervorragende, schonungslose Unterhaltung, bleibt dabei allerdings in manchen Fällen hinter den sich bietenden Möglichkeiten zurück und wirkt dadurch eine Spur seichter und weniger satirisch als das Original.

Fazit & Wertung:

Trotz manch kleinerer Schwächen gehört Kick-Ass zu einer der besseren Comicverfilmungen und transportiert das Flair eins zu eins vom Blatt auf die Leinwand. Kick-Ass, das sind derbe Sprüche, knallharte Action, bluttriefende Kämpfe und ein Teenager im Taucheranzug.

7 von 10 Möchtegernsuperhelden im Strampelanzug
Kennt man den (etwas besseren) Comic nicht, dann auch gerne:
8 von 10 Möchtegernsuperhelden im Strampelanzug

Kick-Ass

  • Möchtegernsuperhelden im Strampelanzug - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Trotz manch kleinerer Schwächen gehört Kick-Ass zu einer der besseren Comicverfilmungen und transportiert das Flair eins zu eins vom Blatt auf die Leinwand. Kick-Ass, das sind derbe Sprüche, knallharte Action, bluttriefende Kämpfe und ein Teenager im Taucheranzug. Kennt man den (etwas besseren) Comic nicht, dann darf es auch gerne ein Punkt mehr sein.

7.0/10
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