Review: Superbad (Film)

So, nach mehrtägiger Blog-Abstinenz melde ich mich zumindest wie gewohnt am Sonntagabend mit einem neuen Beitrag zurück und gelobe erneut Besserung. Nach vielen actionlastigen Filmen gibt es heute mal Auflockerung mit einer hochgelobten Komödie, die mich allerdings leider nicht so vollends überzeugen konnte. Details möchte ich natürlich nicht vorwegnehmen und wünsche sodann viel Spaß mit dieser neuesten Rezension.

Superbad

Superbad, USA 2007, 113 Min.

Superbad
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Greg Mottola
Autoren:
Seth Rogen
Evan Goldberg

Main-Cast:

Jonah Hill (Seth)
Michael Cera (Evan)
Christopher Mintz-Plasse (Fogell)
Bill Hader (Officer Slater)
Seth Rogen (Officer Michaels)
Martha MacIsaac (Becca)
Emma Stone (Jules)

Genre:
Komödie

Trailer:

 

Inhalt:

Die Freunde Seth und Evan haben bisher ihr ganzes Leben miteinander verbracht. Nun naht die Collegezeit und ihre Wege drohen sich zu trennen. Doch bevor es soweit ist, planen die beiden ihrer sexuellen Unerfahrenheit ein Ende zu setzen. Als Seth unerwartet zu einer Party eingeladen wird, willigt er unumwunden ein, Alkohol für die gesamte Partybelegschaft zu besorgen, um so das Herz von Jules zu erobern. Er tut dies in dem Wissen, dass Fogell damit geprahlt hat, nun einen gefälschten Ausweis zu besitzen, nicht ahnend, dass dieser auf den Namen McLovin lautet und Fogell im weiteren Verlauf von zwei durchgeknallten Polizisten unter ihre Fittiche genommen wird.

Hinweis:
Grundlage für die Rezension ist die im Vergleich zur Kinofassung um etwa acht Minuten längere „McLovin Edition“. Ein ausführlicher Vergleich beider Fassungen findet sich auf Schnittberichte.com.

Rezension:

Man sollte sich nicht von den ersten zwanzig bis dreißig Minuten des Films vergraulen lassen, denn Superbad handelt hier tatsächlich fast ausschließlich von Brüsten, Ärschen, Sex, Alkohol und, ja, Schwänzen und bewegt sich dabei wirklich grenzwertig des guten Geschmacks. Der Film persifliert hier zwar typische Teenie-Komödien wie American Pie, übertreibt es dabei aber zuweilen doch arg, so dass sich das Ganze beinahe zu Fremdschämen entwickelt. Gott sei Dank kriegt er dann auch pünktlich die Kurve und der zugegebenermaßen recht dünne Plot nimmt an Fahrt auf.

Glänzen kann der Film durch die beiden grandios ausgewählten Hauptdarsteller Jonah Hill und Michael Cera, die hier in einer herzerwärmenden Coming-of-Age Geschichte zweier Freunde, die unter Verlustängsten leiden, brillieren. Michael Cera verkörpert zwar leidlich innovativ denselben Typus wie schon in Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt oder auch Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht, doch steht ihm diese Rolle als verschüchterter, unsicherer Jugendlicher so gut zu Gesicht, dass er auch hier wieder zu unterhalten weiß, zumal ich ein großer Fan seiner minimalistischen Mimik geworden bin, die einfach zum Schreien komisch sein kann. Heimlicher Star hingegen ist Christopher Mintz-Plasse, der schon in Kick-Ass den herrlich skurrilen Superschurken Red Mist verkörperte und hier so etwas wie den Prototyp des Nerds darstellt. Sein Plot um den gefälschten Ausweis und sein fiktives Alter Ego McLovin lockert die ansonsten recht stringente Geschichte hervorragend auf und beeindruckt durch witzige, unglaublich abgedrehte Einfälle, was natürlich nicht zuletzt Hader und Rogen als herrlich abgedrehtes Polizistenduo geschuldet ist.

Man merkt deutlich, dass sich die Schauspieler für wirklich keinen Gag zu schade sind und ihre Spielfreude ist es, die Superbad davor bewahren, in seiner teils ausufernden Zotigkeit versinken zu lassen. Den großen Wurf, wie er von einigen propagiert wird kann ich indes dem Film nicht attestieren, denn davor war mir der Humor streckenweise zu grenzwertig und teilweise die Gags zu dünn gesät.

Superbad ist unterhaltsam, kann man sich auf den Humor einlassen, hat aber in meinen Augen auch mit einigen Längen zu kämpfen, die hauptsächlich der Laufzeit des Films geschuldet sind und die durch straffere Handlungsabfolgen hätten vermieden werden können. Der Subkontext der Geschichte um die Freundschaft zwischen Seth und Evan ist wahrhaftig rührend, hätte aber für eine bessere Wirkung im Gegenzug etwas mehr Zeit eingeräumt bekommen sollen.

Fazit & Wertung:

Superbad bewegt sich an den Grenzen des guten Geschmacks, aber Spielfreude, skurrile Einfälle, ein toller Soundtrack und die Geschichte einer Freundschaft bewahren in davor, in die Niederungen meiner Filmbewertungen abzudriften.

7 von 10 gefälschten Ausweisen

Superbad

  • Gefälschte Ausweise - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Superbad bewegt sich an den Grenzen des guten Geschmacks, aber Spielfreude, skurrile Einfälle, ein toller Soundtrack und die Geschichte einer Freundschaft bewahren in davor, in die Niederungen meiner Filmbewertungen abzudriften.

7.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
CineKie: 9/10 Punkte
Tonight is gonna be a large one.: 6/10 Punkte

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