Montagsfrage: Wem würdet ihr den Literaturnobelpreis verleihen?

Da hat sich das lange Warten auf die Montagsfrage diesmal nur bedingt gelohnt, denn so spannend die Fragestellung sein mag, fühlte ich mich doch regelrecht außerstande, selbige sinnvoll zu beantworten, aber lest selbst.

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Frühere Antworten finden sich in meinem Montagsfragen-Archiv. Die aktuelle Montagsfrage findet sich beim Buchfresserchen und lautet in dieser Woche

Gerade wurde der Literaturnobelpreis verliehen.
Wem würdet ihr persönlich den Literaturnobelpreis verleihen?

Hui, also diese Montagsfrage hat es echt in sich und ist sicherlich wahnsinnig interessant, nur dummerweise soll der Nobelpreis ja "denen zugeteilt werden, die […] der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben" und da bin ich dann doch recht schnell ziemlich überfragt, handelt es sich bei meiner Lektüre schließlich zu größten Teilen um Krimis, Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten. Da von idealistischen Werken zu sprechen oder davon, sie würden über den reinen Unterhaltungswert hinaus der Menschheit einen Nutzen bringen, wäre wohl nicht nur ziemlich weit hergeholt, sondern auch merklich zu hoch gegriffen, weshalb ich mich gänzlich überfragt fühle bei diesem Ansatz, zumal ich mir gar nicht anmaßen kann und will, aus der schieren Masse aus Autorinnen und Autoren jemanden dergestalt hervorzuheben.

Um euch aber nicht mit leeren Händen abziehen zu lassen, entscheide ich mich kurzerhand für Becky Chambers, nicht nur, weil ja gerne bemängelt wird, dass die Preisträger eben allzu oft keine PreisträgerINNEN sind, sondern weil sie mit Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten zwar vordergründig eine lupenreine Science-Fiction-Story offeriert, die aber hinter dieser Fassade im Grunde samt und sonders die Ideale von Toleranz und Zusammenhalt, Akzeptanz und Freundschaft hochleben lässt und anhand der unterschiedlichen außerirdischen Spezies quasi stellvertretend skizziert, wie ein inter- und multikulturelles Zusammenleben ohne Vorbehalte und Ressentiments aussehen könnte und das zumindest rechne ich ihr als zutiefst idealistisch an.

Kommentare (4)

  1. Wortmagie 16. Oktober 2017
  2. Kerstin Wörterkatze 16. Oktober 2017
  3. Der Kinogänger 16. Oktober 2017
  4. Susanne Ullrich 16. Oktober 2017

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