Review: Star Wars: The Clone Wars | Staffel 5 (Serie)

Das Star Wars Universum

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So, auch heute geht es wieder in eine weit, weit entfernte Galaxis, schließlich muss ich ja wirklich mal langsam zu Potte kommen, gerade auch, weil jetzt ja so langsam die Marvel-Maschinerie auch wieder anläuft. Nächste Woche dann aber auch mal wieder was zu einem ganz anderen Thema, versprochen!

Star Wars: The Clone Wars
Staffel 5

Star Wars: The Clone Wars, USA 2008-2020, ca. 22 Min. je Folge

Star Wars: The Clone Wars | © Warner Home Video
© Warner Home Video

Serienschöpfer:
George Lucas
Ausführender Produzent:
George Lucas

Main-Cast:
Matt Lanter (Anakin Skywalker [Stimme])
Ashley Eckstein (Ahsoka Tano [Stimme])
James Arnold Taylor (Obi-Wan Kenobi / Plo Koon [Stimme])
Dee Bradley Baker (Clone Troopers / Captain Rex  / Byph [Stimme])
Tom Kane (Yoda / Narrator [Stimme])

in weiteren Rollen:

Stephen Stanton (Admiral Tarkin / Colonel Meebur Gascon [Stimme])
Terrence ‚T.C.‘ Carson (Mace Windu [Stimme])
Sam Witwer (Darth Maul [Stimme])
Clancy Brown (Savage Opress [Stimme])
Jim Cummings (Hondo Ohnaka [Stimme])
Andrew Kishino (Saw Gerrera und weitere [Stimme])
Dawn-Lyen Gardner (Steela Gerrera [Stimme])
Jason Spisak (Lux Bonteri [Stimme])
Ben Diskin (WAC-47 [Stimme])
Katee Sackhoff (Bo-Katan [Stimme])
Corey Burton (Count Dooku und weitere [Stimme])
Brian George (Ki-Adi-Mundi [Stimme])
Meredith Salenger (Barriss Offee [Stimme])
Nika Futterman (Asajj Ventress und weitere [Stimme])
Ian Abercrombie (Chancellor Palpatine [Stimme])
Matthew Wood (General Grievous / Battle Droids und weitere [Stimme])
Anna Graves (Duchess Satine Kryze [Stimme])
Jon Favreau (Pre Vizsla [Stimme])
David Tennant (Huyang [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Science-Fiction | Action

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Nach seiner jüngsten Schlappe strebt Darth Maul noch immer danach, ein mächtiges Syndikat aufzubauen, droht aber einmal mehr an Obi-Wans Fähigkeiten zu scheitern, gleichwohl er mit Savage Opress einen mächtigen verbündeten hat. Derweil bemüht man sich auf Onderon nach Kräften, die Hauptstadt dem eisernen Griff der Separatisten zu entreißen, wobei sowohl Ahsoka als auch die Gerrera-Geschwister eine tragende Rolle zu spielen haben. Doch nachdem es Darth Maul nicht gelungen ist, die Schergen von Hondo Ohnaka unter seine Kontrolle zu zwingen, richtet er nun sein Augenmerk auf Mandalore, wo es zu einem Kräftemessen ungeahnten Ausmaßes kommt. Einzig auf der Kernwelt Coruscant spielt sich noch weit mehr Beunruhigendes ab, denn ein jüngst verübtes Attentat legt nahe, dass die Jedi einen Feind in den eigenen Reihen haben…

Rezension:

Jahre ist es her, da musste man mir noch gut zureden, Star Wars: The Clone Wars eine Chance zu geben (nachdem ich noch längere Jahre einen großen Bogen um die Serie gemacht hatte) und versicherte mir, es würde sich lohnen und der lange Atem belohnt werden. Tatsächlich bin ich nun also auch mit der fünften Staffel durch und auch wenn es in den vorangegangenen Staffeln manch denkwürdiges Highlight gegeben haben mag, ist hier die Ballung an großartigen Episoden und Storylines erstmals so groß, dass ich die Begeisterung und Faszination nachfühlen kann, während sich selbige bei mir in der Vergangenheit durchaus in Grenzen hielt. Das ist allerdings nicht einmal allein der Verdienst der Serie an sich, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass das Star-Wars-Universum seit Erscheinen der Episoden noch weiter gewachsen ist. Dadurch erfährt beispielsweise ein recht früher Handlungsstrang eine gewisse Aufwertung, da man hier einen noch jungen Saw Gerrera kennenlernt, den ich bislang nur in der von Forest Whitaker verkörperten Variante in Rogue One kannte. So ist es natürlich spannend, dessen erste Schritte zum Paria zu verfolgen, während die Story eher gewöhnlich daherkommt, dafür immerhin mehr auf Infiltration und Taktik fokussiert und nicht etwa bloß ein dreiviertelstündiges Schussgefecht darstellt, was mir schon so manch andere, deutlich zu actionlastige Episode verhagelt hat.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Allein aber schon der Auftakt kann sich sehen lassen, denn hier versucht der jüngst neu erstarkte Darth Maul gemeinsam mit seinem Bruder Savage Opress, sich die Truppen von Hondo Ohnaka untertan zu machen, wobei ein gewisser Jedi namens Obi-Wan ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen droht. Tatsächlich ein Plot, der endlich einmal wieder auch in seiner Kürze überzeugt und dem es merklich guttut, nicht über etliche Episoden gestreckt zu werden, wie es beispielsweise später bei der Odyssee einer Gruppe Droiden rund um R2-D2 der Fall sein wird, die leider den merklich und definitiven Tiefpunkt der Staffel darstellt. Das ist natürlich einer der großen Nachteile, nun, da man sich auf eine chronologische Veröffentlichungsweise hat einschießen können, denn Storys, die für sich kaum zu überzeugen wissen, treten so in geballter Form zutage und drücken die Stimmung natürlich merklich, wie es in der letzten Staffel schon die Abenteuer von R2 und C-3PO getan haben. Ab und an kann man sich solche auf Lacher und Leichtfüßigkeit fußenden Einschläge sicherlich leisten, doch hier erstreckt sich das Ganze tatsächlich über insgesamt vier Episoden und ist dabei weder sonderlich unterhaltsam noch zielführend.

Dann aber schwingt sich The Clone Wars in gleich zweifacher Hinsicht zu neuen Höhen auf und liefert einige der bis dato düstersten, aber auch packendsten Kapitel der Serie, denn nachdem Darth Maul es nicht gelingen wollte, Hondo Ohnaka in die Knie zu zwingen, greift er nun nach dem mandalorianischen Thron, was für packende Kämpfe, großartige Szenen und natürlich denkwürdige Auftritte sorgt, zumal letzthin selbst Darth Sidious der neu erwachten Präsenz seines einstigen Schülers gewahr wird. Auch hier mag es sich um kriegs- und kampflastige Episoden handeln, doch ist die Dramaturgie die meiste Zeit superb, es werden Ränke geschmiedet, Pläne verfolgt und Opfer gebracht, während man bereits ahnt, dass dies noch längst nicht das Ende der Geschichte von Darth Maul, der Death Watch und Mandalore sein wird. Ohne nun aber Luft holen zu können widmet sich die Serie im Anschluss einem Plot auf Coruscant, der ausgerechnet Ahoska unter Verdacht geraten lässt, einen Anschlag verübt zu haben, was sie natürlich in eine prekäre wie beispiellose Lage bringt, während die Jedi ihr auf den Fersen sind und General Tarkin darauf pocht, sie der staatlichen Gerichtsbarkeit auszuliefern.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Auch hier wirkt Star Wars: The Clone Wars so ernst und erwachsen wie nie und endlich einmal bekommt eine Serienstaffel auch ein Finale spendiert, wie sie es in jedem Jahr verdient hätte, nämlich eines, das mit Konsequenzen aufwartet. So sind es nicht nur die großartigen Bilder von Ahsokas nächtlicher Flucht und die Eindrücke der unteren Ebenen von Coruscant, sondern eben weit mehr die emotionale Dramaturgie, der innere Widerstreit von Anakin als Ahsokas Meister, ihre spürbare Enttäuschung und Verzweiflung ob des verspielten Vertrauens und der aussichtslosen Lage, in der sie sich befindet, welche die finalen Episoden der fünften Staffel zu einem erzählerischen rausch machen. Zudem darf man gespannt sein, was einen künftig erwarten wird, denn bekanntermaßen handelt es sich bei der kommenden – und ungleich kürzeren – Staffel um die letzte, bevor die Serie auf Drängen der Fans bei Disney+ für eine siebte und nun wirklich finale Staffel wiederbelebt worden ist. Insbesondere das Schicksal Ahoskas, ebenso aber wie das von Maul und Mandalore, sind nun aber dermaßen ungewiss, dass ich fast fürchte, dass man diese Geschichten gar nicht weiter verfolgen wird, was wiederum den Aufschrei der Fans nach der vorläufigen Absetzung erklären dürfte, denn die zweite Staffelhälfte ist hier tatsächlich – endlich einmal wieder – Star Wars at its best.

Fazit & Wertung:

Wie auch schon in den Staffeln zuvor reiht sich in Star Wars: The Clone Wars auch im fünften Jahr wieder Mitreißendes an Mäßiges, wobei speziell die zweite Staffelhälfte merklich an Ernsthaftigkeit gewinnt und mit düsteren, konsequenten Storylines rund um Darth Maul, Mandalore und Ahoska aufwartet, die sich wirklich sehen lassen können und den bisherigen Höhepunkt der Serie bilden.

8 von 10 Missionen im Dienste der Republik

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 5

  • Missionen im Dienste der Republik - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Wie auch schon in den Staffeln zuvor reiht sich in Star Wars: The Clone Wars auch im fünften Jahr wieder Mitreißendes an Mäßiges, wobei speziell die zweite Staffelhälfte merklich an Ernsthaftigkeit gewinnt und mit düsteren, konsequenten Storylines rund um Darth Maul, Mandalore und Ahoska aufwartet, die sich wirklich sehen lassen können und den bisherigen Höhepunkt der Serie bilden.

8.0/10
Leser-Wertung 9.5/10 (2 Stimmen)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 5

01. Loyalitäten (8,5/10)
02. Krieg an zwei Fronten (7,5/10)
03. Mit ihren eigenen Waffen (7,5/10)
04. Lang lebe der König (7,5/10)
05. Der Preis der Freiheit (8/10)
06. Die Versammlung (7,5/10)
07. Profitieren (8/10)
08. Die Rettungsmission (7,5/10)
09. Kenne Deine Feinde (8/10)
10. Droiden bevorzugt (5,5/10)
11. Ein sonniger Tag im Nichts (5,5/10)
12. Einer für alle (6/10)
13. Kreuzer ohne Wiederkehr (6/10)
14. Der dunkle Bund (9/10)
15. Schwarze Sonne über Mandalore (9/10)
16. Immer zu zweit sie sind (9,5/10)
17. Verdachtsmomente (8,5/10)
18. Der Jedi, der zuviel wusste (9/10)
19. Das verlorene Kind (9/10)
20. Vom Licht entfernt (9,5/10)

 
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Star Wars: The Clone Wars | Staffel 5 ist am 18.10.13 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Warner Home Video erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:


Blu-ray:


vgw

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