Review: Star Wars: The Clone Wars | Staffel 3 (Serie)

Das Star Wars Universum

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Ungeachtet dessen, dass es in diesem Jahr keinen neuen Kinofilm oder dergleichen gibt, wirken die Disney-Pläne für das Franchise dieser Tage ambitioniert wie nie und vor dem Hintergrund der noch immer ungemein prestigeträchtigen Disney+-Serie um den Mandalorianer spricht ja nun wirklich nichts dagegen, sich auch die weitere Zeit mit dem einen oder anderen Ausflug in eine weit, weit entfernte Galaxis zu versüßen.

Star Wars: The Clone Wars
Staffel 3

Star Wars: The Clone Wars, USA 2008-, ca. 22 Min. je Folge

Star Wars: The Clone Wars | © Warner Home Video
© Warner Home Video

Serienschöpfer:
George Lucas
Ausführende Produzenten:
George Lucas
Catherine Winder

Main-Cast:
Matt Lanter (Anakin Skywalker [Stimme])
Ashley Eckstein (Ahsoka Tano [Stimme])
James Arnold Taylor (Obi-Wan Kenobi / Plo Koon [Stimme])
Dee Bradley Baker (Clone Troopers / Captain Rex / Commander Cody [Stimme])
Tom Kane (Yoda / Admiral Yularen / Narrator [Stimme])

in weiteren Rollen:

Catherine Taber (Padmé Amidala und weitere [Stimme])
Nika Futterman (Asajj Ventress und weitere [Stimme])
Corey Burton (Count Dooku und weitere [Stimme])
Phil LaMarr (Bail Organa und weitere [Stimme])
Stephen Stanton (Tarkin und weitere [Stimme])
Terrence ‚T.C.‘ Carson (Mace Windu [Stimme])
Ian Abercrombie (Chancellor Palpatine [Stimme])
Barbara Goodson (Mother Talzin [Stimme])
Clancy Brown (Savage Opress [Stimme])
Matthew Wood (General Grievous und weitere [Stimme])
Seth Green (Ion Papanoida [Stimme])
Anthony Daniels (C-3PO [Stimme])
Liam Neeson (Qui-Gon Jinn [Stimme])
Pernilla August (Shmi [Stimme])
Ahmed Best (Jar Jar [Stimme])
Jaime King (Aurra Sing [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Science-Fiction | Action

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Noch immer tobt der Krieg zwischen Republik und Separatisten, doch während Padmé Amidala mit diplomatischem Geschick die Wogen zu glätten versucht und womöglich Friedensverhandlungen anzustoßen imstande ist, haben die Jedi noch immer mit Count Dooku und Asajj Ventress zu kämpfen, ganz zu schwiegen davon, dass auch der Banken-Clan und die Handelsföderation immer neue Probleme verursachen. Als dann auch noch ein hochrangiger Jedi entführt und inhaftiert wird, derweil Obi-Wan, Anakin und sein Padawan Ahsoka in den Weiten des Alls auf einen unerwartet machterfüllten Ort treffen, sieht es denkbar schlecht aus für die Republik und ihre Bemühungen, die Galaxis am Auseinanderbrechen zu hindern…

Rezension:

Nachdem jüngst eine ganze Handvoll neuer Star-Wars-Serien angekündigt worden ist, macht es ja gleich doppelt Sinn, dass ich mich nun endlich auch der dritten Staffel Star Wars: The Clone Wars angenommen habe, bevor es nächste Woche an die Besprechung der zweiten Staffel The Mandalorian geht. Und tatsächlich, nachdem ich mit sehr verhaltenen Erwartungen an die Serie herangegangen bin und diese sich zunächst auch bewahrheiten sollten, lassen sich jetzt erste Qualitätssprünge bemerken, so dass es hier gleich mehrere Dreiteiler innerhalb der Staffel gegeben hat, die mich doch durchaus abzuholen wussten. Bis dahin aber muss man sich ein weiteres Mal gedulden und insbesondere die erste Hälfte der Staffel wirkte auf mich ein weiteres Mal ungebrochen durchwachsen, was schon allein daran liegt, dass sich hier nur schwerlich ein roter Faden erkennen lässt. Mittlerweile habe ich zwar gelernt, dass die oft willkürliche Aneinanderreihung der Episoden damit zusammenhängt, dass sie in der Reihenfolge ausgestrahlt worden sind, wie Cartoon Network sie erworben hat und nicht etwa, wie sie produziert worden, doch macht das die Angelegenheit kaum besser.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Bestes und auffälligstes Beispiel hierfür ist wohl Böse Absichten (3.08), denn während die Episode an sich schon eher mäßig überzeugend ist, merkt man gegen Ende, dass es sich im Grunde um die Vorgeschichte zu Das Geiseldrama (1.22) handelt und somit das Prequel zum Staffelfinale der ersten Season darstellt, während in der anschließenden Episode die Geschichte fortgeführt wird, die man eine ganze Staffel lang vernachlässigt hat. Das ist natürlich alles andere als konsistent und dieses Rätselraten darüber, wo genau man sich jetzt in der Timeline befindet, ist wahrscheinlich etwas, was mir bei Star Wars: The Clone Wars einer der größten Dornen im Auge ist. Kein Wunder also, dass Star Wars: Rebels mit seiner fortlaufenden Story bei mi vom ersten Moment an deutlich besser abzuschneiden wusste. Dennoch, der Fokus liegt nicht mehr ganz so sehr auf Anakin und Ahsoka, gefühlt bekommt insbesondere Padmé hier deutlich mehr zu tun und auch wenn die Episoden überwiegend noch sehr actionorientiert wirken, gibt es immerhin ein wenig mehr Politik, ein wenig mehr Infiltration und auch manch überzeugende Charakterszene, anstatt immer nur Klontruppen und Droiden aufeinanderzuhetzen.

In der zweiten Hälfte allerdings schwingt sich Star Wars: The Clone Wars dann tatsächlich zu unerwarteten Höhen auf und überzeugt insbesondere mit der "Nightsisters trilogy", wie die Episoden 12 bis 14 gern betitelt werden. Von dem Konflikt zwischen Asajj Ventress und Count Dooku über die Einführung von Savage Opress und die schlussendliche, wenn auch heute längst nicht mehr so überraschende Offenbarung, was das Schicksal von Darth Maul angeht, eine rundherum überzeugende, grimmige und düstere Angelegenheit. Selbiges gilt im Übrigen auch für den nächsten Dreiteiler, der direkt im Anschluss folgt, auch wenn man den erzählerischen Bruch durchaus eleganter hätte lösen können, denn plötzlich befinden sich einmal mehr Anakin, Ahsoka und Obi-Wan auf einer nicht näher betitelten Mission, derweil von Ventress und Konsorten keine Rede mehr ist. Hier verschlägt es sie zu einem entlegenen wie geheimen Ort, der ganz im Zeichen des Gleichgewichts der Macht steht und einige interessante Konzepte offenbart. Ein ungewollter Blick in Anakins Zukunft stellt hier eines der inszenatorischen Highlights dar, auch wenn dieser Dreiteiler sich zuletzt ein wenig totzulaufen droht.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Keine Frage, dass man dieses Niveau nicht ewig halten kann und so geht es zum Ende der Staffel hin auch wieder etwas generischer zur Sache, wobei es sich auch hier um Mehrteiler handelt, die zumindest davon profitieren, dass man eine ganze Story nicht in knapp zwanzig Minuten abzuhandeln gezwungen ist, denn dadurch wirkten doch einige der vielen beliebigen One-Shots etwas gehetzt, was durch die aufpeitschende Erzählerstimme oft noch unterstrichen wurde, die in hektischer Manier stets schnell die Grundzüge der Ausgangslage umreißt. Zuletzt bin ich skeptisch, ob man wirklich Padawan vermisst (3.21) und Ein Wookiee schlägt zurück (3.22) als Staffelfinale hätte wählen müssen, doch wirken beide Episoden immerhin routiniert inszeniert, verbinden Spannung und Action, punkten vor allem aber mit dem Gastauftritt eines jungen Chewbacca. Apropos Gastauftritt, bekommt man zuvor auch einen Blick auf Tarkin spendiert, der hier noch als Captain in den Diensten von Jedi-Meister Even Piell steht. Vom Verhalten und seinen Fähigkeiten her sicherlich nicht ganz konsistent mit dem, was man beispielsweise in Lucenos Tarkin über den späteren Großmoff gelernt hat, doch ansonsten ein durchaus gelungener Gastauftritt, der mich noch ein wenig mehr mit der durchwachsenen ersten Staffelhälfte verwöhnt hat. Auf alle Fälle sehe ich weiterhin Potential und könnte mir vorstellen, The Clone Wars könnte noch an Faszination und Qualität gewinnen, wenn man dem eingeschlagenen Weg weiter zu folgen bereit ist.

Fazit & Wertung:

Während man anfänglich meint, die dritte Staffel Star Wars: The Clone Wars käme inszenatorisch einem Rückschritt gleich, was die zusammenhanglos und zwischen den Zeiten springende Geschichte betrifft, vermag die zweite Staffelhälfte mit einigen mehr als gelungenen und unerwartet dramatischen Mehrteilern zu punkten, die deutlich mitreißender und dramaturgisch ausgereifter wirken als viele der oft eher profanen und actionorientierten One-Shots, die lange Zeit das Bild der Serie maßgeblich bestimmt haben. Bleibt zu hoffen, dass man erzählerisch diesem eingeschlagenen Pfad in den kommenden Staffeln treu bleiben wird.

7,5 von 10 Missionen im Dienste der Republik

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 3

  • Missionen im Dienste der Republik - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Während man anfänglich meint, die dritte Staffel Star Wars: The Clone Wars käme inszenatorisch einem Rückschritt gleich, was die zusammenhanglos und zwischen den Zeiten springende Geschichte betrifft, vermag die zweite Staffelhälfte mit einigen mehr als gelungenen und unerwartet dramatischen Mehrteilern zu punkten, die deutlich mitreißender und dramaturgisch ausgereifter wirken als viele der oft eher profanen und actionorientierten One-Shots, die lange Zeit das Bild der Serie maßgeblich bestimmt haben. Bleibt zu hoffen, dass man erzählerisch diesem eingeschlagenen Pfad in den kommenden Staffeln treu bleiben wird.

7.5/10
Leser-Wertung 8/10 (1 Stimme)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 3

01. Klonkadetten (7/10)
02. ARC-Soldaten (8/10)
03. Nachschubwege (6/10)
04. Einflussbereiche (6,5/10)
05. Korruption (7/10)
06. Die Akademie (6,5/10)
07. Attentäter (7/10)
08. Böse Absichten (6/10)
09. Die Jagd nach Ziro (6,5/10)
10. Helden auf beiden Seiten (7/10)
11. Das Streben nach Frieden (7/10)
12. Schwestern der Nacht (8/10)
13. Monster (8,5/10)
14. Hexen des Nebels (8,5/10)
15. Wächter der Macht (8,5/10)
16. Der Altar von Mortis (8/10)
17. Vergessene Zukunft (8,5/10)
18. Die Zitadelle (7,5/10)
19. Gegenangriff (7/10)
20. Opfer und Ehre (7,5/10)
21. Padawan vermisst (7/10)
22. Ein Wookiee schlägt zurück (7,5/10)

 
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Star Wars: The Clone Wars | Staffel 3 ist am 21.10.11 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Warner Home Video erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:

Blu-ray:

vgw

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Eine Reaktion

  1. Andre 15. Dezember 2020

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