Review: Star Wars: The Clone Wars | Staffel 6 (Serie)

Das Star Wars Universum

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Ja, auch heute wieder widme ich mich den Klonkriegen, wenn die sich nunmehr auch in den letzten Zügen befinden und dieser Ausflug als so gut wie erledigt angesehen werden kann, gleichwohl ja zumindest noch die siebte und finale, quasi auf Drängen der Fans nachgeschobene Staffel folgen wird.

Star Wars: The Clone Wars
Staffel 6

Star Wars: The Clone Wars, USA 2008-2020, ca. 22 Min. je Folge

Star Wars: The Clone Wars | © Walt Disney
© Walt Disney

Serienschöpfer:
George Lucas
Ausführender Produzent:
George Lucas

Main-Cast:
Matt Lanter (Anakin Skywalker / Lom [Stimme])
James Arnold Taylor (Obi-Wan Kenobi / Plo Koon [Stimme])
Dee Bradley Baker (Clone Troopers / Captain Rex / Fives [Stimme])
Tom Kane (Yoda / Narrator [Stimme])

in weiteren Rollen:

Terrence ‚T.C.‘ Carson (Mace Windu [Stimme])
Corey Burton (Count Dooku / Lord Tyranus [Stimme])
Catherine Taber (Padmé Amidala [Stimme])
Ian Abercrombie (Chancellor Palpatine / Darth Sidious [Stimme])
Ahmed Best (Jar Jar Binks [Stimme])
Robin Atkin Downes (Rush Clovis [Stimme])
Ben Diskin (AZI-3 [Stimme])
Gwendoline Yeo (Nala Se [Stimme])
Tasia Valenza (Shaak Ti [Stimme])
Phil LaMarr (Bail Organa / Clu Lesser [Stimme])
Brian George (Ki-Adi-Mundi [Stimme])
Ami Shukla (Queen Julia [Stimme])
Cas Anvar (Peteen [Stimme])
Barbara Goodson (Mother Talzin [Stimme])
Stephen Stanton (Mas Amedda [Stimme])
Matthew Wood (Battle Droids [Stimme])
Ashley Eckstein (Ahsoka Tano [Stimme])
Liam Neeson (Qui-Gon Jinn [Stimme])
Mark Hamill (Darth Bane [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Science-Fiction | Action

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Während eines Kampfeinsatzes zeigt ein Klonsoldat namens Tup plötzlich merkwürdige Verhaltensweisen und wendet sich gar gegen eine Jedi-Meisterin, die infolge des unerwarteten Angriffs stirbt. Gemeinsam mit Fives wird Tup zu den Kaminoanern gebracht, um der unerklärlichen neuronalen Störung auf den Grund zu gehen, doch während sich Tups Zustand zunehmend verschlechtert, findet sich Fives alsbald in einer undurchsichtigen Verschwörung wieder, die einiges zu vertuschen versucht und bald kann er niemandem mehr trauen. Unterdessen bittet der aufstrebende Clovis die Senatorin Amidala um ihre Hilfe gegen den vermeintlich korrupten Bankenclan, was Anakin allerdings ein merklicher Dorn im Auge ist. Andernorts bilden der Jedi-Meister Mace Windu und der Abgeordnete Jar Jar Binks auf Bardotta ein ungewöhnliches Team, um der Bedrohung durch den mysteriösen Frangawl-Kult auf den Grund zu gehen, während Yoda eine Stimme aus dem Jenseits vernimmt, deren Drängen ihn auf den abgelegenen Planeten Dagobah führt und ihn anscheinend wappnen will für das, was der Republik und den Jedi alsbald bevorsteht…

Rezension:

Nun habe ich also auch die zeitweise als finale Staffel gehandelte sechste Aneinanderreihung von Geschichten aus Star Wars: The Clone Wars hinter mir und kann durchaus gut verstehen, dass es seinerzeit ein regelrechter Schlag ins Gesicht für die Fans gewesen sein mag, im Zuge dessen von der Absetzung der Serie gehört zu haben. Anders als die ohnehin schon durchwachsenen anderen Staffeln handelt es sich hier nämlich im Grunde um eine Reihe beinahe fertig produzierter Episoden, die ohne sonderlichen dramaturgischen Zusammenhang aneinandergereiht worden sind und nun ihrerseits den Abschluss der langlebigen Animationsserie bilden dürfen. Das hat ein wenig was von Resteverwertung und es ist nur logisch, dass die Staffel den inoffiziellen Untertitel The Lost Missions trägt, wobei das zum Glück nicht automatisch auf die Qualität der Geschichten schließen lässt. Die können sich teils nämlich wirklich sehen lassen, so dass, was mich eigentlich verprellt, der Umstand ist, dass zahllose Handlungsfäden und offene Plot-Points hier schlichtweg ignoriert werden, während man behelfsmäßig auf das Ende der Klonkriege und damit Episode III überzuleiten gedenkt.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Den Auftakt macht nämlich ein Vierteiler um die Klontruppen und insbesondere Fives, der vielen Rätseln um die bevorstehende Order 66 auf den Grund geht und die Frage beantwortet, ob und inwieweit die Kaminoaner in die von Darth Sidious initiierte Verschwörung verstrickt gewesen sein mögen. Eine grundsätzlich sehr gelungene, überzeugende Storyline, die zwar zuweilen ebenfalls ihre Durchhänger haben mag, grundsätzlich aber spannend, ernsthaft und interessant inszeniert worden ist. Dennoch macht sich hier bereits störend bemerkbar, dass über weite Strecken hinweg weder Anakin noch Obi-Wan eine sonderlich große Rolle spielen, letztlich gar als Antagonisten in Erscheinung treten, denn wie das so ist, wenn man eine Verschwörung aufdeckt, will anfänglich niemand Fives‘ Äußerungen Glauben schenken. Diese Abkehr von den einstigen Hauptfiguren macht sich aber auch weiterhin bemerkbar und wenn es um den Mehrteiler um Clovis und Padmé geht, spielt Anakin ebenfalls nur am Rande eine Rolle, verliert vor allem kein Wort über die Abwesenheit seiner einstigen Padawan Ahsoka. Damit geht exakt die schlimme Befürchtung, die ich zum Ende der fünften Staffel hatte, natürlich in Erfüllung und weder die frisch aus dem Orden geschiedene Ahsoka noch der zum Herrscher von Mandalore aufgestiegene Darth Maul spielen hier eine Rolle, wobei wir insbesondere Maul ja in einer weit spannenderen, aber auch überaus prekären Lage zuletzt erblickt haben, als er vom späteren Imperator selbst bedroht und angegriffen worden ist.

So können die hier versammelten Geschichten dann auch noch so gut sein, sie täuschen nicht darüber hinweg, dass die unausgesprochenen Versprechen früherer Episoden hier in keiner Weise eingelöst werden und man stattdessen mehr oder minder im luftleeren Raum existierende Geschichten präsentiert bekommt, die sich auch zu beliebigen Punkten innerhalb der Zeitleiste hätten ereignen können. Entsprechend lockte mich dann auch das Team-up von Mace und Jar Jar nicht mehr sonderlich hinter dem Ofen hervor, auch wenn der Zweiteiler mitnichten so schlecht geraten ist wie andere Storylines rund um den tollpatschigen Gungan. Mit dem sich anschließenden Spuren (6.10) immerhin bietet The Clone Wars ein letztes und gelungenes Farewell für Obi-Wan und Anakin, denn auf den Spuren des Jedi-Meisters Sifo-Dyas wandelnd, dürfen sie ein letztes Mal in bester Manier zusammen antreten und schlussendlich die Identität von Tyranus lüften, was eine der direktesten Überleitungen zum dritten Film der Prequel-Trilogie darstellen dürfte.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Last but not least schlägt dann aber noch die große Stunde des kleinsten Jedi-Meisters und für die restliche Dauer der Serienstaffel tritt Yoda in den Vordergrund, der von niemand Geringerem als Qui-Gon aus dem Jenseits kontaktiert wird und zu einer tragischen, mysteriösen und erhellenden Heldenreise antritt, um sich selbst weiter in der Macht zu schulen und deren letzte Geheimnisse zu ergründen. Hier gibt es tatsächlich noch einmal reichlich großartige Szenen und Begegnungen, epische Gastauftritte wie den des von Mark Hamill (im Original) gesprochenen Darth Bane, aber auch einen kurzen blick auf die lang vermisste Ahsoka, der aber natürlich in keiner Weise dafür entschädigt, von ihr weitergehend nichts mehr gehört zu haben. Dennoch ein immerhin versöhnlich stimmender und dramaturgisch überzeugender Ausstand für eine Serie, die mich lange Zeit nur mäßig zu überzeugen gewusst hat, letztlich dann doch zu Höchstform auflief und nun mit einer ärgerlich trivialen sechsten Staffel zu Ende geht. Gut also, dass dies dann eben doch nicht das Ende gewesen ist und im vergangenen Jahr die siebte Staffel bei Disney+ veröffentlicht worden ist, die dann hoffentlich einen runderen Abschluss zu bieten haben wird für das, was sich hier noch in der Schwebe befindet.

Fazit & Wertung:

Die sechste, lange Zeit als final gehandelte Staffel Star Wars: The Clone Wars endet mit zwei überzeugenden Handlungsbögen, bietet aber auch eine Anzahl eher mittelmäßiger Episoden und lässt vor allem geschichtlich einiges von dem in der Schwebe, was zuvor behandelt worden ist. Trotz gelungener Momente ein doch eher enttäuschender Abschluss, dem zum Glück schlussendlich doch noch eine siebte Staffel folgen sollte.

7,5 von 10 Missionen im Dienste der Republik

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 6

  • Missionen im Dienste der Republik - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Die sechste, lange Zeit als final gehandelte Staffel Star Wars: The Clone Wars endet mit zwei überzeugenden Handlungsbögen, bietet aber auch eine Anzahl eher mittelmäßiger Episoden und lässt vor allem geschichtlich einiges von dem in der Schwebe, was zuvor behandelt worden ist. Trotz gelungener Momente ein doch eher enttäuschender Abschluss, dem zum Glück schlussendlich doch noch eine siebte Staffel folgen sollte.

7.5/10
Leser-Wertung 8/10 (1 Stimme)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 6

01. Zustand unbekannt (7,5/10)
02. Verschwörung (7,5/10)
03. Fluchtreflex (8/10)
04. Befehle (8,5/10)
05. Ein alter Freund (6,5/10)
06. Clovis’ Aufstieg (6,5/10)
07. Wiederbelebung (7/10)
08. Verschollen – Teil 1 (6/10)
09. Verschollen – Teil 2 (6,5/10)
10. Spuren (8,5/10)
11. Stimmen (9/10)
12. Schicksal (9/10)
13. Opfer (9/10)

 
– – –

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 6 ist am 20.11.14 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Walt Disney erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:


Blu-ray:


vgw

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