Review: Star Wars: The Clone Wars | Staffel 4 (Serie)

Das Star Wars Universum

Das Star Wars Universum

Diese Serie ist Teil des Star Wars Universum. Folge dem Link, um mehr darüber zu erfahren und weitere Artikel zum Thema zu entdecken.

 

Tja nun, ich hätte mir selbst den Jahresausklang in serieller Hinsicht anders vorgestellt, aber Fakt ist, dass ich zwar weitere zweiundzwanzig Episoden dieser Sci-Fi-Animationsserie durchgepeitscht habe, ansonsten aber nicht viel geschaut habe (abgesehen von zahlreichen Weihnachtsfilmen) in den letzten Tagen. Entsprechend machen wir an dieser Stelle direkt weiter mit den Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxis, auf dass ich bald auf aktuellem Stand bin und dem harren kann, was uns da so in der nächsten Zeit erwartet.

Star Wars: The Clone Wars
Staffel 4

Star Wars: The Clone Wars, USA 2008-, ca. 22 Min. je Folge

Star Wars: The Clone Wars | © Warner Home Video
© Warner Home Video

Serienschöpfer:
George Lucas
Ausführende Produzenten:
George Lucas
Catherine Winder

Main-Cast:
Matt Lanter (Anakin Skywalker [Stimme])
Ashley Eckstein (Ahsoka Tano [Stimme])
James Arnold Taylor (Obi-Wan Kenobi / Rako Hardeen / Plo Koon [Stimme])
Dee Bradley Baker (Clone Troopers / Captain Rex  / Bossk [Stimme])
Tom Kane (Yoda / Narrator [Stimme])

in weiteren Rollen:

Corey Burton (Count Dooku / Cad Bane und weitere [Stimme])
Matthew Wood (General Grievous und weitere [Stimme])
Catherine Taber (Padmé Amidala und weitere [Stimme])
Terrence ‚T.C.‘ Carson (Mace Windu [Stimme])
Ian Abercrombie (Darth Sidious / Chancellor Palpatine [Stimme])
Dave Fennoy (Pong Krell [Stimme])
Nika Futterman (Asajj Ventress und weitere [Stimme])
Phil LaMarr (Kit Fisto und weitere [Stimme])
Barbara Goodson (Mother Talzin [Stimme])
Adam McArthur (Prince Lee-Char [Stimme])
Gary Anthony Williams (Riff Tamson [Stimme])
Artt Butler (Captain Ackbar [Stimme])
Ahmed Best (Jar Jar Binks [Stimme])
Stephen Stanton (Moralo Eval [Stimme])
Anthony Daniels (C-3PO [Stimme])
Sam Witwer (Darth Maul [Stimme])
Clancy Brown (Savage Opress [Stimme])
Daniel Logan (Boba Fett [Stimme])
Dave Filoni (Embo [Stimme])
Jon Favreau (Pre Vizsla [Stimme])
Katee Sackhoff (Bo-Katan [Stimme])
Simon Pegg (Dengar [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Science-Fiction | Action

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Es herrscht Krieg auf Mon Cala und selbstredend entsendet die Republik ihre Jedi, um den Mon Calamari und vor allem Prinz Lee-Char zur Seite zu stehen. Doch auch die Droiden C-3PO und R2-D2 haben so ihre Abenteuer zu bestreiten, derweil Anakin Skywalker und seine Padawan sich alsbald in der nächsten, brenzligen Situation wiederfinden. Derweil müssen die Klontruppen rund um Captain Rex lernen, dass ein Jedi-Meister noch längst kein Garant für besonnene Führerschaft ist. Als wäre dem nicht genug, sieht Obi-Wan sich einstweilen gezwungen, seinen eigenen Tod vorzutäuschen, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen, indem er sich undercover auf Seite der Bösen schlägt. Derweil sucht Asajj Ventress in ihrer alten Heimat nach ihrer Bestimmung im Leben, während sich Savage Opress in die entlegensten Winkel des Alls aufmacht, um seinen verschollenen Bruder Darth Maul aufzuspüren, wie es ihm Mutter Talzin dereinst aufgetragen hat…

Rezension:

Normalerweise bemühe ich mich bei meinen Serien-Rezensionen ja durchaus um ein wenig mehr Abwechslungsreichtum, als nun die dritte Woche in Folge dasselbe Oberthema zu bedienen, doch in Anbetracht dessen, was uns laut Ankündigung seitens Disney in den nächsten Jahren an Star-Wars-Serien erwartet, schien es mir nur dienlich, möglichst schnell die "Altlasten" weiter abzuarbeiten und mich der nunmehr vierten Staffel The Clone Wars zu widmen, zumal man mir nahegelegt hat, dass es auch für die weitere Sichtung von Star Wars: Rebels dienlich wäre, wenn ich die Vorgeschichte aus dieser Animationsserie auf dem Schirm hätte, da dort der eine oder andere Rückgriff auf die Geschehnisse hier erfolgen würde. Leider aber muss ich sagen, dass mich auch die vierte Staffel – mit Ausnahmen – nicht wirklich zu packen wusste und so einiges an überflüssigen Füller-Episoden enthält, ganz davon abgesehen, dass schon der Einstand mit dem Dreiteiler um den Krieg auf Mon Cala mich nur schwerlich überzeugen, geschweige denn begeistern konnte. Gut, dachte ich so bei mir, aller Anfang ist schwer und es kann ja auch noch besser werden, doch wurde es das leider längere Zeit nicht, denn auch die Eskapaden von C-3PO und R2-D2 erinnern dann doch eher an Gullivers Reisen als an echtes Star Wars und auch wenn grundsätzlich nichts dagegenspricht, dass auch mal der Humor im Vordergrund steht, war es mir hier doch etwas viel des Guten.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Immerhin, zumindest mit der nicht-chronologischen Erzählweise scheint es nun (endlich) vorbei zu sein und wenn man der offiziellen Timeline glaubt, ereignen sich die Geschehnisse hier immerhin chronologisch und es erfolgen keine Rückgriffe mehr auf Staffeln zurückliegende Ereignisse, wie ich es noch in der dritten Staffel The Clone Wars kritisiert habe. Das ändert aber auch nichts daran, dass man nach einem eher mäßigen Staffelauftakt alsbald – beginnend mit Die Dunkelheit von Umbara (4.07) – zu den Klontruppen wechselt, die sich in Gestalt des Jedi-Meisters Krell einem mehr als schwierigen, hinsichtlich seiner Methoden regelrecht dubiosen Vorgesetzen gegenüber sehen, was auch einige starke Momente produziert, sich nur dummerweise auf viel zu viele Folgen erstreckt, um noch seine gesamte Wucht zu entfalten, so dass hier viel Getöse und Geballer zu den ersten paar Episoden hinleitet, die mich erstmals in dieser Staffel auch wirklich zu packen gewusst haben. Keine Frage, eine deutliche Besserung gegenüber dem eröffnenden "Wasserkrieg", doch hätte es sicherlich nicht vier Episoden bedurft, um diese – neuerliche – Kriegsgeschichte zum Besten zu geben.

Dann allerdings hat man beinahe das Halbfinale der Staffel erreicht und es geht behutsam aufwärts, auch wenn man Obi-Wan, Anakin und Ahoska hier zeitweise versklavt werden und die Geschichte durchaus das Potential gehabt hätte, mehr zu sein als nur ein weiteres Abenteuer, dessen Ausgang wenig überraschend und vor allem wenig packend daherkommt, auch wenn hier beispielsweise Count Dooku (endlich) mal wieder mit von der Partie sein darf. Kurioserweise ist es dann eines der wenigen One-Shots der Staffel, die mein Interesse und meine Neugierde zu wecken wussten, namentlich die Story von Der andere Weg (4.14), was unzweifelhaft daran gelegen haben dürfte, dass man hier erstmals in der Serie der Mandalorianerin Bo-Katan Kryze begegnet, die auch damals schon – das war mir überhaupt nicht bewusst – von Katee Sackhoff gesprochen wurde, die nun, rund acht Jahre später, auch in der zweiten Staffel The Mandalorian in die Rolle geschlüpft ist. Auch sonst kommt die Episode aber unerwartet düster und vielschichtig daher und wusste mich innerhalb der üblichen knapp zwanzig Minuten erstmals wieder vor dem Bildschirm zu fesseln. Es folgt ein Undercover-Einsatz für Obi-Wan, der theoretisch echt gut hätte werden können, doch dass der dafür seinen eigenen Tod vortäuscht und sein Gesicht chirurgischen Eingriffen unterzieht, um wie ein gesuchter Verbrecher auszusehen, war mir dann doch als Prämisse zu sehr over-the-top, zumal ja vieles möglich ist im Star-Wars-Kosmos, ich von dergestalt gesichtsangleichenden Maßnahmen dort aber noch nie etwas gehört habe (derweil das für so manches Abenteuer ungeahnte Möglichkeiten eröffnet hätte). Immerhin gibt es hier ein Widersehen mit dem bislang in dieser Staffel schmerzlich vermissten Cad Bane, der wohl eine der interesstesten Neuschöpfungen von Star Wars: The Clone Wars darstellt.

Szenenbild aus Star Wars: The Clone Wars | © Cartoon Network
© Cartoon Network

Irritierenderweise wird die Staffel tatsächlich dann am besten, wenn sie mit Wiedergeburt (4.19) die "Guten" ultimativ hinter sich lässt und sich fortan zwei vor langer Zeit begonnenen Handlungsfäden widmet, nämlich einerseits der in Ungnade gefallenen Asajj Ventress sowie andererseits Savage Opress, der sich noch immer auf der Suche nach seinem – sprichwörtlich – gefallenen Bruder Darth Maul befindet, auf dessen Rückkehr wir nun ein gutes Jahr haben warten müssen. Erfreulich immerhin, dass bereits das Staffel-Cover dessen Rückkehr anteasert, so dass ich hierum kein Geheimnis zu machen und es als Spoiler zu werten brauche. Zum Glück ist die im Staffelfinale Rache (4.22) begonnene Story um dessen Rachefeldzug auch noch längst nicht beendet und so konnte mich die vierte Staffel Star Wars: The Clone Wars zumindest dahingehend interessiert zurücklassen, was Darth Maul wohl als nächstes plant, um seine Wiederkehr möglichst denkwürdig zu gestalten, nachdem es hier endet, bevor es so richtig begonnen hat. Also ja, auch diese Staffel hatte wieder so ihre Momente, hat mich hinsichtlich der wirklich interessanten, vom üblichen Schema abweichenden Handlungsstränge aber auch reichlich darben lassen, während ausgerechnet ein Großteil der Mehrteiler ebenfalls wie pflichtschuldig inszenierte Füller gewirkt haben. Bleibt zu hoffen, dass ich in den noch verbleibenden drei Staffeln (endlich) die Faszination begreifen werde, die diese in meinen Augen doch sehr durchwachsene Star-Wars-Serie seit vielen Jahren auf das Fandom ausübt.

Fazit & Wertung:

Trotz chronologisch neu gefundener Stringenz präsentiert sich die vierte Staffel Star Wars: The Clone Wars dramaturgisch reichlich durchwachsen und vermag mit kaum einer Storyline wirklich und nachhaltig zu überzeugen, auch wenn es immer wieder vielversprechende Ausreißer nach oben geben mag. Unterhaltsam ist das dennoch meist, aber erzählerisch wirklich spannend wird es Grund erst, wenn die Antagonisten das Ruder an sich reißen und zuletzt Darth Maul seine triumphale Rückkehr feiert.

7 von 10 Missionen im Dienste der Republik

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 4

  • Missionen im Dienste der Republik - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Trotz chronologisch neu gefundener Stringenz präsentiert sich die vierte Staffel Star Wars: The Clone Wars dramaturgisch reichlich durchwachsen und vermag mit kaum einer Storyline wirklich und nachhaltig zu überzeugen, auch wenn es immer wieder vielversprechende Ausreißer nach oben geben mag. Unterhaltsam ist das dennoch meist, aber erzählerisch wirklich spannend wird es Grund erst, wenn die Antagonisten das Ruder an sich reißen und zuletzt Darth Maul seine triumphale Rückkehr feiert.

7.0/10
Leser-Wertung 0/10 (0 Stimmen)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 4

01. Krieg der Meere (6/10)
02. Eine letzte Hoffnung (6,5/10)
03. Königreiche muss man sich verdienen (6,5/10)
04. Krieger des Schattens (6,5/10)
05. Unterwelt (5/10)
06. Zwischen den Welten (5/10)
07. Die Dunkelheit von Umbara (6,5/10)
08. Die Bruchpiloten (7/10)
09. Befehlsverweigerung (7,5/10)
10. Krells Blutbad (8/10)
11. Sklaverei (7/10)
12. Sklaven der Republik (7/10)
13. Meister und Sklave (7,5/10)
14. Der andere Weg (8/10)
15. Transformer (8/10)
16. Freund und Feind (7,5/10)
17. Entkommen (7/10)
18. Doppeltes Spiel (8/10)
19. Wiedergeburt (7,5/10)
20. Kopfgeld (7,5/10)
21. Brüder (8/10)
22. Rache (8,5/10)

 
– – –

Star Wars: The Clone Wars | Staffel 4 ist am 26.10.12 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Warner Home Video erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:


Blu-ray:


vgw

Sharing is Caring:

Hinterlasse einen Kommentar