Review: Der Plan (Film)

Gerade eben…
… habe ich Der Plan gesehen, bzw. vor einigen Stunden und da dachte ich, ja, den rezensierst du jetzt direkt (hab ich auch versprochen), insbesondere, da er mir ziemlich gut gefallen hat! Also, versteht dies als Empfehlung!

Der Plan

The Adjustment Bureau, USA 2011, 109 Min.

Der Plan
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
George Nolfi
Autor:
George Nolfi

Main-Cast:
Matt Damon (David Norris)
Emily Blunt (Elise Sallas)
in weiteren Rollen:
Anthony Mackie (Harry Mitchell)
John Slattery (Richardson)
Michael Kelly (Charlie Traynor)
Terence Stamp (Thompson)

Genre:
Romantik | Mystery | Thriller


 

Inhalt:

Kongressabgeordneter David Norris ist der neue Star am Polithimmel und drauf und dran, zum Senator gewählt zu werden. Kurz vor der Wahl allerdings kommt eine seiner Jugendsünden ans Licht, die Wähler verlieren das Vertrauen in ihn und er die Wahl. Noch am selben Abend lernt er die Balletttänzerin Elise kennen und ist vom ersten Moment an vernarrt in sie. Ihre forsche Art inspiriert ihn zu einer flammenden Rede anlässlich seiner Niederlage im Senatswahlkampf. Bald darauf trifft er die geheimnisvolle Schöne im Bus erneut und sie überlässt ihn nach längerem Geplänkel ihre Telefonnummer.

Dies ist der Moment, in dem sich die Männer in Anzügen in sein Leben mischen. Als Handlager „des Verantwortlichen“ lenken sie das Leben der Menschen gemäß „des Plans“ und korrigieren etwaige Kursabweichungen – so auch das erneute Zusammentreffen Davids mit Elise, da ihr Begegnung nur dazu gedacht war, ihn zu seiner überzeugenden Rede zu inspirieren, ihm aber auf lange Sicht bei seiner politischen Karriere im Weg stehen würde, sollten die Beiden zueinanderfinden.

Rezension:

Der Plan, oder The Adjustment Bureau im amerikanischen Original, basiert auf der ähnlich benannten Kurzgeschichte The Adjustment Team des Autors Philip K. Dick aus dem Jahre 1954. Die Geschichte des Films allerdings spielt in der heutigen Zeit und verliert dabei keinesfalls an Charme. Vielmehr wirken hier die mit Trenchcoat und Fedora gekleideten Agenten oder auch Sachbearbeiter herrlich anachronistisch und verleihen dem Film noch mehr Charme. Das ist auch die große Stärke des Films, der ihm innewohnende Charme, die Leichtfüßigkeit der unter schlechten Vorzeichen stehenden Romanze, die teils markigen Sprüche des Senators und die mit einem Augenzwinkern dargebrachten Überlegungen zum freien Willen.

Ebenso werden die zugrundeliegenden Prämissen der Agenten wie auch Sinn und Zweck des Planes in nonchalanter Art transportiert, dass es eine wahre Freude ist. Auf längere Sicht merkt man dem Film allerdings deutlich seine Herkunft als Kurzgeschichte an, da in dem gut vier Jahre umfassenden Film tatsächlich objektiv betrachtet nicht allzu viel passiert. Doch auch dies – in Kombination mit wohltuend unaufgeregt gestalteten Actionsequenzen – trägt zu der „klassischen“ Erzählweise des Films bei.

Und das ist auch das Wichtigste, was zu dem Film zu sagen ist: Erwartet um Gottes willen keinen Action-Reißer – ihr würdet bitter enttäuscht werden. Stattdessen bietet der Plan eine erstaunlich gut funktionierende Mischung aus Romantic-Comedy und Mystery-Thriller mit Fantasy-Einschlag. Dabei weist der Film zwar sicherlich einige Szenen auf, die in punkto Dramatik und Intensität hätten besser ausgelotet werden können und besticht sicher nicht durch eine erschöpfende Erklärung der „Regeln“ des Adjustment Bureaus, doch tut dies der Erzählung im eigentlichen Sinne keinerlei Abbruch, sofern man mit der richtigen Erwartung den Film zu genießen bereit ist.

Über die schauspielerischen Leistungen des Oscar-nominierten und -prämierten Herrn Damon brauche ich, denke ich, nicht viele Worte verlieren und auch Emily Blunt liefert überzeugende Arbeit ab (und bleibt Gott sei Dank nicht so farblos wie in Wolfman!). Zu erwähnen wäre auch noch ein bestechender Soundtrack, der die Stimmung des Films wunderbar unterstreicht und in den „Actionszenen“ einen gewissen Drive nicht vermissen lässt.

Fazit & Wertung:

Ich hatte meine wahre Freude an Der Plan, insbesondere, da der Film einmal mehr nicht dem üblichen Hollywood-Einheitsbrei entspricht und eine interessante Genreverquickung gemeistert hat. Da verzeihe ich ihm auch gerne einige kleine Schwächen in Dramaturgie und innerer Logik!

8 von 10 durchschrittenen Türen

Der Plan

  • Durchschrittene Türen - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Ich hatte meine wahre Freude an Der Plan, insbesondere, da der Film einmal mehr nicht dem üblichen Hollywood-Einheitsbrei entspricht und eine interessante Genreverquickung gemeistert hat. Da verzeihe ich ihm auch gerne einige kleine Schwächen in Dramaturgie und innerer Logik!

8.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Filmherum: 4/5 Punkte

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