Die ausbleibende Kinovorschau oder: Warum ich diesmal nichts Substanzielles beitragen kann

Nun hat die endlose Gewinnspiel-Orgie schließlich ihr Ende gefunden und ich gebe zu, mich nach ein wenig Normalität zu sehnen und einfach mal wieder einen netten Film oder ein gutes Buch zu rezensieren. Da kommt die Kinovorschau gerade recht, um endlich einmal wieder einen Artikel fernab von schaut, kommentiert, gewinnt! Zu fabrizieren und dann so etwas: Kein Film, über den es sich zu berichten lohnen würde beziehungsweise über den ich berichten könnte.

Da wäre zum einen After Earth und theoretisch könnte man mutmaßen, dass das Science-Fiction-Endzeit-Epos genau meinen Vorlieben entspricht und sich hervorragend in das Sujet des Medienjournal fügen würde, doch leider macht mich schon der Trailer überhaupt nicht an und es wird immer deutlicher, dass Shyamalan nicht so bald auch nur annähernd zu alter Größe zurückfinden wird, sondern sich vielmehr immer tiefer in eine Richtung verrennt, die nichts mehr mit seinen ursprünglich zu Recht hochgelobten Werken gemein hat. Über den darstellerischen Anspruch an die beiden Hauptakteure breiten wir mal ebenso den Mantel des Schweigens und zahllose Negativ-Kritiken – harscher ausgedrückt Verrisse – sprechen eine ebenso deutliche Sprache, auch wenn ich mich ein wenig frage, womit After Earth einen derartigen Shitstorm verdient haben mag. Für eine Empfehlung ist die Prognose zu schlecht und für eine Warnung der Film an sich zu belanglos, so dass ich selbst bei Science-Fiction passen muss diesmal.

Ungleich lohnenswerter hingegen ist Before Midnight von Regisseur Richard Linklater, der damit seine Quasi-Trilogie, bestehend aus Before Sunrise, Before Sunset und jetzt eben Before Midnight beendet. Hochgelobt und vielversprechend, noch dazu ein Film mit Ethan Hawke, hier könnte ich also ins Schwärmen geraten und den Film in völliger Unkenntnis über den grünen Klee loben. Problem dabei: So sehr es mich schmerzt, es zugeben zu müssen, habe ich beide der vorangegangenen Filme noch immer nicht gesehen, obwohl sie schon seit ewigen Zeit auf meiner persönlichen To-Do-List stehen und so sehe ich mich außerstande, eine sinnvolle Vorschau zu verfassen.

Tenor diese Woche lautet also Before Midnight hui, After Earth pfui – aber mehr Substanz könnt ihr von mir diesmal leider nicht erwarten.

Eine Reaktion

  1. bullion 4. Juni 2013

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