Review: Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Ach komm, gleich direkt noch mal Star Wars, um mal die vielen ärgerlichen Lücken zu füllen, bevor ich mit der Haut-Comic-Story fortfahre. Und wer weiß, vielleicht überrasche ich euch nächste Woche ja mal wieder mit einem gänzlich anderen Thema. Wir werden sehen.

Star Wars
Darth Maul – Sohn Dathomirs

Star Wars: Darth Maul – Son of Dathomir #1-4, USA 2014, 104 Seiten

Star Wars: Darth Maul - Sohn Dathomirs | © Panini
© Panini

Autor:
Jeremy Barlow
Zeichner:
Juan Frigeri

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60268-9

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Auf dem Planeten Stygeon wird Darth Maul von seinem früheren Lehrer Darth Sidious gefangen gehalten und begegnet dort auch erstmalig Count Dooku, der Mauls Nachfolge als Sidious‘ Schüler angetreten zu haben scheint. Mauls Gefangenschaft ist für Darth Sidious allerdings nur Mittel zum Zweck, denn der erhofft sich, über seinen einstigen Schüler an die Hexenmutter Talzin heranzukommen, auch wenn Grievous behauptet, sie sei bei der Schlacht von Dathomir getötet worden. Entsprechend spielt es dem Lord der Sith durchaus in die Karten, als nach seiner Abreise ein Trupp Mandalorianer vom Schatten-Kollektiv in die geheime Festung eindringt, um Darth Maul zu befreien. Kaum ist Maul allerdings die Flucht gelungen, befiehlt Dooku dem strategisch positionierten Grievous, Kurs auf den Planeten Zanbar zu nehmen und sich auf einen Angriff vorzubereiten, schließlich konnte die Signatur von Mauls Schiff bis dorthin verfolgt werden…

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Maul - Sohn Dathomirs | © Panini
© Panini

Rezension:

Bevor ich so richtig mit meiner heutigen Rezension zu Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs starte, sollte ich vorausschicken, dass ich – für alle, die es noch nicht wissen – zwar durchaus großer Star Wars-Fan bin, jedoch die Serie The Clone Wars noch immer nicht gesehen habe und kein gesteigertes Verlangen besitze, das demnächst nachzuholen. Warum das in diesem Fall relevant ist, lässt sich simpel erklären, denn der vorliegende, vierteilige Comic-Band basiert auf vier unverfilmten Skripten zur Serie, die seinerzeit nicht mehr realisiert worden sind, ähnlich wie es sich schon bei dem Buch Schülerin der dunklen Seite verhalten hat. Das mag dann nämlich auch erklären, weshalb mich die Geschichte um Darth Maul leider nur leidlich abzuholen wusste, obwohl auch ich der Meinung bin, dass der Figur grundsätzlich großes Potential innewohnt. Vielleicht hätte sich das anders verhalten, wüsste ich um die gesamte Vorgeschichte, doch für sich betrachtet war mir das storymäßig alles ein wenig zu oberflächlich, zu generisch, zu nichtssagend.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Maul - Sohn Dathomirs | © Panini
© Panini

Vor allem aber erwarte ich mir natürlich von einem Band namens Darth Maul, dass ebenselbiger auch eine übergeordnete Rolle in der Geschichte spielt, doch auch wenn sich hier Querverweise auf die Serie finden mögen und manches angerissen wird, was seine Figur anbelangt, fühle ich mich dem Abtrünnigen im Nachgang kaum einen Schritt näher und folglich wusste mich auch die um ihn gestrickte Story nicht zu begeistern, zumal das Scheitern seiner Pläne ja ohnehin quasi von der Geschichte diktiert wird. So kann ich also beileibe keinen mächtigen und cleveren ehemaligen Sith-Schüler erkennen, sondern in vielen Fällen mehr einen zwar wütenden und zornigen, selten aber wirklich bedacht handelnden Protagonisten, der dem Gefühl nach gleich die gesamte Galaxis gegen sich aufzuwiegeln trachtet und sich dann wundert, dass er zum Scheitern verdammt scheint.

Freilich ist nicht alles schlecht an dem Band und auch optisch weiß Darth Maul – Sohn Dathomirs durchaus zu gefallen, gleichwohl es noch fähigere Zeichner im Star Wars-Repertoire gibt als Juan Frigeri, während die Geschichte zumindest schön übersichtlich und damit kurzweilig bleibt. Große neue Erkenntnisse bleiben einem allerdings verwehrt und man darf sich mit einem Wiedersehen mit Count Dookie und General Grievous darüber hinwegtrösten, die tatsächlich mehr Raum in der Geschichte einnehmen als Maul selbst, der ohnehin meist nur als Stichwortgeber oder kämpfend in Erscheinung tritt. Mag passen, dass die Figur doch eher wortkarg daherkommt, aber ein wenig mehr Substanz hätte es schon sein dürfen. Immerhin, auch Obi-Wan und Mace Windu dürfen ebenfalls kurz ihre Aufwartung machen, bringen das Ganze geschichtlich aber auch nur mäßig voran, während ein ungemein dramatisch inszenierter Charakter-Tod mich maßgeblich kalt gelassen hat, weil ich mit der Figur absolut nicht vertraut war.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Maul - Sohn Dathomirs | © Panini
© Panini

Das mögen die Fans der Serie aber freilich alles ganz anders beurteilen, doch kann ich von dieser meiner Warte aus zumindest eine Einschätzung abgeben, dass Nicht-Kenner von The Clone Wars diesen Vierteiler guten Gewissens links liegen lassen können, denn auch wenn ich mich nicht regelrecht gelangweilt habe, gibt es doch weitaus lohnendere Geschichten, zumal selbst das Ende vergleichsweise offen geraten ist, dafür, dass man mit diesen nachgeschobenen Comic-Heften die Storyline zu einem Abschluss hat bringen wollen, wobei die zugrundeliegenden Fernsehskripte natürlich auch der Grund sind, weshalb Darth Maul – Sohn Dathomirs auch weiterhin zum Kanon zählt, denn erschienen sind die vier Hefte seinerzeit bei Dark Horse und wären somit eigentlich Teil des zu Grabe getragenen Expanded Universe.

Fazit & Wertung:

Jeremy Barlow liefert mit Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs den nachgeschobenen Abschluss der Storyline aus der TV-Serie The Clone Wars, wird seiner Herkunft nach aber dann auch am ehesten für Fans der Serie von Interesse sein, denn mir persönlich waren viele Handlungen zu oberflächlich und gehetzt, als dass ich mich wirklich in der Story hätte verlieren können, zumal ausgerechnet die vermeintliche Hauptfigur meines Erachtens nach deutlich zu kurz kommt.

6 von 10 erbitterten Kämpfen verfeindeter Machtnutzer

Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs

  • Erbitterte Kämpfe verfeindeter Machtnutzer - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

Jeremy Barlow liefert mit Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs den nachgeschobenen Abschluss der Storyline aus der TV-Serie The Clone Wars, wird seiner Herkunft nach aber dann auch am ehesten für Fans der Serie von Interesse sein, denn mir persönlich waren viele Handlungen zu oberflächlich und gehetzt, als dass ich mich wirklich in der Story hätte verlieren können, zumal ausgerechnet die vermeintliche Hauptfigur meines Erachtens nach deutlich zu kurz kommt.

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Star Wars: Darth Maul – Sohn Dathomirs ist am 28.02.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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