Review: Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Nach dem simplen Rotationsprinzip wird es heute wieder Zeit, in eine weit, weit entfernte Galaxis vorzustoßen und entsprechend widme ich mich heute dem Abschluss einer Heftreihe, wobei sich die Quasi-Fortsetzung ja auch schon mitten in der Veröffentlichung befindet.

Star Wars: Darth Vader
Zeit der Entscheidung

Star Wars: Darth Vader #20-25: End of Games, USA 2016, 172 Seiten

Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung | © Panini
© Panini

Autor:
Kieron Gillen
Zeichner:
Salvador Larroca (#20-25)
Max Fiumara (Coda)
Mike Norton (Die Missgeschicke von Triple-Zero und Beetee)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60759-2

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Während sich nahe Kuat der Supersternenzerstörer Exekutor im Bau befindet, wird Darth Vader vom Imperator nach Coruscant zu einer Audienz gebeten, um ihm aufzutragen, den aufrührerischen Rivalen und Verräter Dr. Cylo aufzuhalten und unschädlich zu machen. Vader indes verfolgt aber auch weiterhin seine eigenen Ziele und setzt noch immer alles daran, Doktor Aphra aufzuspüren, wobei ihm ausgerechnet Inspektor Thanoth bei diesem unterfangen zur Seite steht und mit hilfreichen Informationen zum Verbleib der Frau aufwartet. Während Triple-Zero und Beetee samt schlagkräftiger Unterstützung entsandt werden, um Vaders Order auszuführen, begibt sich der Dunkle Lord zum Crushank-Nebel am äußeren Rand, wo sich nach Auskunft von Professor Thlu-ry die Flotte von Cylo befinden soll. Der wiederum ist drauf und dran, Kurs auf Kuat zu nehmen und einen gewagten Schachzug auszuführen, den möglicherweise selbst der mächtige Sith nicht wird verhindern können…

Rezension:

Und es geht weiter mit Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung, dem Band, der gleichsam auch das Ende der Heftreihe beschließt, die von Februar 2015 bis Oktober 2016 veröffentlicht worden ist, womit zwar die Zeit der zwei parallel laufenden Heftserien in diesem Fall beendet sein mag, gleichsam aber – unter anderem – auch der Grundstein für die Serie Doktor Aphra gelegt wird, die sich hier sozusagen von ihrem Arbeitgeber abnabelt und fortan eigene Wege gehen wird. Darum soll es hier aber gar nicht gehen, sondern vielmehr um den epischen Sechsteiler, der unter dem Titel End of Games die Originalausgaben #20-25 gefüllt hat und hier seinen vollständigen Nachdruck findet, zusätzlich noch ergänzt durch die One-Shots Die Missgeschicke von Triple-Zero und Beetee sowie Coda, auf die ich ebenfalls kurz eingehen werde. Um aber zunächst einmal bei der Hauptstory zu bleiben, werden hier nun endlich die Fäden zusammengeführt und es kommt zur finalen Konfrontation zwischen Vader und Dr. Cylo, der nichts weniger plant, als sich den Supersternenzerstörer Exekutor unter den Nagel zu reißen, der sich im Orbit von Kuat noch im Bau befindet.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung | © Panini
© Panini

Dabei eröffnet der Band zunächst beinahe unaufgeregt und liefert gleich zwei ausschweifende Konversationen, einerseits zwischen Vader und dem Imperator, andererseits zwischen Vader und Thanoth, der ihm den entscheidenden Hinweis liefert, wo Doktor Aphra aufzufinden ist. Beide Gespräche zeugen derweil von Kieron Gillens Talent als Autor der Reihe und verlaufen mehr als unerwartet, derweil sie beide den Grundstein legen für die zunehmend hektischer und aufwühlender werdenden Ereignisse, die sich von hier ausgehend Bahn brechen. Da passt es gut, dass nach diesem Kapitel zunächst einmal erwähntes One-Shot Die Missgeschicke von Triple-Zero und Beetee eingeschoben wird, das zwar nicht von essentieller Bedeutung für den Fortgang der Geschichte sein mag, aber vieles zur Herkunft der beiden garstigen Droiden offenbart oder zumindest andeutet, was ebenfalls spannend zu lesen war.

Insbesondere aber, nachdem ich den letzten Vader-Band Der Shu-Torun-Krieg noch dafür gerügt hatte, die Geschichte nicht wirklich voranzubringen, punktet Zeit der Entscheidung dahingehend, die Fäden spätestens ab dem zweiten Kapitel wirklich zusammenlaufen zu lassen und trotzdem noch mit mancher Wendung überraschen zu können, wofür insbesondere die hier endlich wieder als blitzgescheite Opportunistin und Strategin inszenierte Doktor Aphra verantwortlich zeichnet. Ebenfalls begeisterungswürdig war allerdings auch eine Rückblende hin zu den Geschehnissen auf Mustafar, die zum "Tod" von Anakin Skywalker und der Entstehung Darth Vaders geführt haben, die hier allerdings einen irritierend anderen Verlauf nehmen. In dieser Hinsicht hat die Reihe schon mehrfach damit gepunktet, sich auf Ereignisse aus der Prequel-Trilogie zu beziehen, diese aber sorgsam und stimmig in den Kanon der Ereignisse zu Zeiten der Ursprungs-Trilogie zu betten und da macht auch dieser Einschub keine Ausnahme, zumal er essentiell ist für das sich anbahnende Finale und Vaders Unnachgiebigkeit und Macht gleichermaßen zu betonen versteht.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung | © Panini
© Panini

Auch wenn mir also manches um die Handlanger von Dr. Cylo selbst schon in den vorangegangenen Storys ein wenig übertrieben oder zumindest unpassend schien, bin ich somit sehr glücklich mit diesem Finale, dem ich einzig ankreiden könnte, dass es bei den zunehmenden Kampfhandlungen gerne einmal unübersichtlicher wird, so dass ich manchmal länger überlegen musste, wer sich nun wo befindet oder was das jeweilige Bild mir nun konkret vermitteln wollte. Die Handlungssprünge sind also nicht immer gelungen, aber das ist wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt in einer ansonsten sehr atmosphärisch aufgebauten Storyline. In diesem Zusammenhang darf auch Salvador Larroca einmal mehr gelobt werden, der einen wirklich überzeugenden Job macht, Vader, die Droiden, Doktor Aphra und nicht zuletzt die zahlreichen Raumschiffe und Kreaturen abzubilden, wobei mir einzig und ausgerechnet der Imperator immer ein wenig lächerlich schien mit seinen übertriebenen "Taschenlampen-Augen", aber das kann man ja schon wieder eher dem Koloristen ankreiden. Ebenfalls nicht so richtig überzeugend empfand ich den Epilog in Form der Kurzgeschichte Coda, die zwar stimmig gestaltet worden ist und gar gänzlich ohne Text auskommt, fernab dessen, dass sie an Ereignisse aus dem ersten Band Darth Vader anknüpft, aber nicht wirklich Neues oder Bahnbrechendes vermittelt und somit ein wenig trivial und überflüssig wirkt.

Fazit & Wertung:

Mit Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung schaffen Autor Kieron Gillen und Zeichner Salvador Larroca nicht nur einen in seinen Ausmaßen epischen Abschluss ihrer fünfundzwanzigteiligen Vader-Story, sondern lassen auch gekonnt die vielen losen Fäden zusammen- und den Dunklen Lord der Sith erneut zur Höchstform auflaufen, derweil sie es nicht versäumen, auch die Grundsteine für nachfolgende Storylines zu legen. Eine zuweilen hektische Inszenierung und ein trivialer Epilog sind da nur kleine Wermutstropfen in einem ansonsten durchweg gelungenen Finalband.

8,5 von 10 erbarmungslosen Zügen des Dunklen Lords

Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung

  • Erbarmungslose Züge des Dunklen Lords - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Mit Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung schaffen Autor Kieron Gillen und Zeichner Salvador Larroca nicht nur einen in seinen Ausmaßen epischen Abschluss ihrer fünfundzwanzigteiligen Vader-Story, sondern lassen auch gekonnt die vielen losen Fäden zusammen- und den Dunklen Lord der Sith erneut zur Höchstform auflaufen, derweil sie es nicht versäumen, auch die Grundsteine für nachfolgende Storylines zu legen. Eine zuweilen hektische Inszenierung und ein trivialer Epilog sind da nur kleine Wermutstropfen in einem ansonsten durchweg gelungenen Finalband.

8.5/10
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Star Wars: Darth Vader: Zeit der Entscheidung ist am 26.03.18 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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