Review: Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Herzlich willkommen in dieser neuen Woche, die mal wieder einiges an Artikel und somit Rezensionen von meiner Seite parat hält und damit starten wir gleich mit einem der mir liebsten Themen, selbst auf die Gefahr hin, dass ihr es nicht mehr hören, respektive lesen könnt.

Star Wars: Darth Vader
Brennende Meere

Star Wars: Darth Vader: Burning Seas, USA 2018, 172 Seiten

Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere | © Panini
© Panini

Autoren:
Charles Soule (#13-18)
Chuck Wendig (Annual #2)
Zeichner:
Giuseppe Camuncoli (#13-18)
Leonard Kirk (Annual #2)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60859-9

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere | © Panini
© Panini

Der Imperator beschließt, dass es an der Zeit ist, die Macht und Einflussnahme seines noch jungen Imperiums gegenüber der Galaxis unter Beweis zu stellen und da kommt ihm der sich langsam regende Widerstand auf dem Wasserplaneten Mon Cala gerade recht, denn er gedenkt, an dessen Volk ein Exempel zu statuieren. So entsendet er neben einer eindrucksvollen Streitmacht unter Führung von Tarkin natürlich auch Vader als seinen verlängerten Arm. Noch sind die Verhandlungen mit König Lee-Char noch nicht gescheitert, doch Vader und seine Inquisitoren stehen bereit, um energisch gegen jedweden Widerstand vorzugehen. Noch ahnen die imperialen Aggressoren allerdings nicht, dass Lee-Char noch einen geheimen Verbündeten auf Mon Cala versteckt hält…

Rezension:

Die zweite Heftserie um den Sith-Lord geht nun mit Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere bereits in die dritte Runde (an Sammelbänden) und einmal mehr verschlägt es den geneigten Leser und die handelnden Figuren nach Mon Cala – wie jüngst eben in Aufstand auf Mon Cala –, nur dass sich die Ereignisse hier deutlich vor der Zeit der Rebellion gegen das Imperium abspielen, so dass man hier auch einen deutlich jüngeren König Lee-Char zu Gesicht bekommt als in genanntem Band. Ansonsten hat es auch hier wieder eine Traumsequenz seitens Vader, um von dort in die eigentliche Geschichte zu überführen, die diesmal im Grunde doch recht simpel geraten ist, weshalb ich den namensgebenden Fünfteiler Brennende Meere doch zuweilen als recht langatmig empfunden habe. Die Geschichte ist mitnichten schlecht, doch "schon wieder" Mon Cala als Handlungsort, ein weiterer Auftrag für Vader, den er vorrangig mit brutaler Härte zu erledigen gedenkt und natürlich auch wieder ein obligatorisches Riesenmonster, dem er sich stellen muss, wirken allesamt nicht innovativ, wobei ich aus Spoiler-Gründen hier schon weitere Parallelen ungenannt lasse.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere | © Panini
© Panini

Dafür immerhin gefällt der Band dahingehend, dass die Inquisitoren hier ein wenig mehr zu tun bekommen und vor allem Wilhuff Tarkin mit von der Partie ist, der meinem persönlichen Gefühl nach im "neuen Kanon" doch ein wenig mehr Beachtung findet, derweil auch Orson Krennic kurz Erwähnung findet, was gleich mehrere schöne Brücken zu den Filmen sowie weiteren Veröffentlichungen schlägt, so dass Darth Vader: Brennende Meere stark im stetig wachsenden Kosmos verankert wirkt. Nichtsdestotrotz schwankt die Heftreihe meinem Gefühl nach qualitativ schon ein wenig und nachdem mir Das erlöschende Licht noch richtig gut gefallen hat, war ich hier schon längst nicht mehr so fasziniert und begeistert, zumal die Ereignisse eben auch ein Stück weit trivial und beliebig wirken und man das Gefühl hat, die galaxisweiten Auswirkungen des Erstarkens des Imperiums würden sich im Grunde nur auf ein paar wenige, hinlänglich bekannte Welten erstrecken. Vor allem aber bleibt ausgerechnet Vader selbst auffallend blass im direkten Vergleich zu anderen Veröffentlichungen um seine Person, denn hier ist er kaum mehr als ein schlagkräftiges wie effektives Werkzeug, zumindest was die Hauptgeschichte des Bandes angeht.

Darüber hinaus ist hier allerdings noch der One-Shot Gefährliches Terrain vertreten und der bietet nichts weniger als ein Kräftemessen zwischen Tarkin und Vader, geschildert aus der Sicht des Taktikers und Strategen Wilhuff. Das ist nicht nur seitens Autor Charles Soule mal wieder eine richtig frische, unverbrauchte wie interessante Idee, sondern geht auch Hand in Hand mit den Schilderungen aus Lucenos Tarkin, derweil beide Vertreter des Imperiums hier zu glänzen verstehen. Kaum minder gelungen ist das ebenfalls angefügte Annual #2, das einerseits aus der Feder von Nachspiel-Autor Chuck Wendig stammt, andererseits irgendwo zu Zeiten des Romans Der Auslöser angesiedelt ist, was eine willkommene Abwechslung und Ergänzung darstellt. Ausnahmsweise – sonst ist es ja meist andersherum – haben mir die ergänzen Geschichten also weitaus besser gefallen als die doch sehr mit der heißen Nadel gestrickt wirkende Story von Brennende Meere, auch wenn die in der zweite Hälfte durchaus so ihre Momente hat, wenn die Identität eines mysteriösen Kapuzenträgers gelüftet wird, der sich auf Mon Cala verbirgt.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere | © Panini
© Panini

Immerhin optisch gibt es an Darth Vader: Brennende Meere aber nichts auszusetzen und sowohl der für die sechs enthaltenen, regulären Hefte verantwortlich zeichnende Giuseppe Camuncoli als auch der für das Annual #2 verpflichtete Leonard Kirk wissen zu überzeugen, wenn auch bei beiden sicherlich noch Spielraum nach oben wäre, was Detailgrad und insbesondere Mimik der Figuren anbelangt, doch fällt das schon unter Meckern auf hohem Niveau. Nichtsdestotrotz würde ich mir wünschen, dass die Reihe alsbald wieder ein wenig mehr dramaturgischen Feinschliff bekommt, denn auch wenn dieser Ausflug nach Mon Cala sicherlich interessanter gewesen wäre, hätte ich nicht erst kürzlich mit Luke und Konsorten einen Abstecher dorthin gemacht, täuscht das nicht darüber hinweg, dass für fünf Hefte Umfang die eigentliche Storyline und Prämisse doch diesmal ausnehmend dünn geraten sind und man sich insbesondere das Meeresungeheuer gerne hätte sparen können, was die Geschichte dann prompt um wenigstens ein Heft zusammengestaucht hätte.

Fazit & Wertung:

Charles Soule und Giuseppe Camuncoli liefern mit Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere einen zwar soliden, aber doch wenig begeisterungswürdigen Vertreter der Reihe ab, da die Geschichte um Mon Cala nicht gerade innovativ oder spektakulär geraten ist. Weit mehr wissen da der hieran anschließende One-Shot Gefährliches Terrain und das ebenfalls enthaltene Annual #2 aus der Feder von Chuck Wendig zu überzeugen.

6,5 von 10 erbarmungslosen Zügen des Dunklen Lords

Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere

  • Erbarmungslose Züge des Dunklen Lords - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Charles Soule und Giuseppe Camuncoli liefern mit Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere einen zwar soliden, aber doch wenig begeisterungswürdigen Vertreter der Reihe ab, da die Geschichte um Mon Cala nicht gerade innovativ oder spektakulär geraten ist. Weit mehr wissen da der hieran anschließende One-Shot Gefährliches Terrain und das ebenfalls enthaltene Annual #2 aus der Feder von Chuck Wendig zu überzeugen.

6.5/10
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Star Wars: Darth Vader: Brennende Meere ist am 25.06.19 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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