Review: Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Nach der unfreiwilligen Pause letzte Woche geht es nun weiter im Programm und einmal mehr frage ich mich, ob nicht eine Review aus diesem Sujet pro Woche eigentlich viel zu wenig ist, um bei all dem hinterherzukommen, was ich noch gerne lesen und rezensieren würde, aber gut, das gibt das Wochenpensum schlichtweg nicht her und bekanntermaßen ernährt sich das Eichhörnchen mühsam. Und was für ein Eichhörnchen langt, ist freilich auch für mich gut genug.

Star Wars: Darth Vader
Das erlöschende Licht

Star Wars: Darth Vader: Legacy’s End, USA 2018, 144 Seiten

Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht | © Panini
© Panini

Autor:
Charles Soule (#7-12)
Zeichner:
Giuseppe Camuncoli (#7-12)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-61036-3

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht | © Panini
© Panini

Nachdem Vader jüngst die Inquisitoren unterstellt worden sind, damit er mit deren Hilfe die letzten verbliebenen Jedi aus der Galaxis tilgen möge, erteilt ihm der Imperator einen neuen, prekären Auftrag, denn ausgerechnet die frühere Archivarin des Jedi-Tempels auf Coruscant, Jocasta Nu, scheint noch am Leben zu sein und ist für Palpatine von unschätzbarem Wert. Doch auch für Vader könnte sich Jocastas geballtes Wissen als Gefahr erweisen, wie er bald selbst feststellen wird, doch zunächst gilt es für ihn, sich bei den Imperialen Truppen einen Namen zu machen, denn die runzeln bislang nur die Stirn, wenn die Rede von des Imperators neuer rechter Hand ist. Solche Frevel lässt der Sith-Lord aber freilich nicht ungestraft, ebenso wie ein versuchtes Attentat auf seine Person, das vor allem anderen davon kündet, wie sehr man ihn und seine Macht noch immer unterschätzt…

Rezension:

Nachdem ich mit Darth Vader: Der Auserwählte noch nicht so hundertprozentig habe warmwerden können, schließt sich nun mit Das erlöschende Licht der zweite (Sammel-)Band der neuen Serie um den Sith-Lord an, die sich zu Zeiten nach der Prequel-Trilogie verorten lässt und diesmal ist es dem verantwortlichen Autor Charles Soule tatsächlich schon besser gelungen, mich in seinen Bann zu ziehen, denn auch wenn die Haupthandlung hier erneut auffallend kampflastig daherkommt, bleibt doch genügend Zeit, um einige interessante Aspekte aus den anfangstagen von Vader als neue rechte Hand des frisch gekürten Imperators zu beleuchten und sei es nur, wie sich die imperialen Truppen darüber austauschen, wer zum Henker denn nun dieser Spinner in Kostümierung mit dem seltsamen Namen sein mag. In dieser Hinsicht hat man als Leser natürlich einen gehörigen Wissensvorsprung und weiß, dass ausgerechnet dieser von Wut und Jähzorn beseelte Charakter sich derlei nicht lang gefallen lassen wird, was übrigens auch vorrangiges Thema des Zweiteilers Die Regel der Fünf ist, der mir noch einmal deutlich besser gefallen hat als die vierteilige Hauptstory, aber dazu später gerne noch etwas mehr.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht | © Panini
© Panini

Zunächst widmet sich nämlich der namensgebende Vierteiler Das erlöschende Licht einem neuen Auftrag für den noch vergleichsweise unerfahrenen Vader, der diesmal auf die Fährte von Jocasta Nu angesetzt wird, die ihres Zeichen ehemalige Archivarin des Jedi-Tempels gewesen ist und folglich nicht nur selbst so einiges an teils brandgefährlichem Wissen angehäuft hat, sondern auch mithilfe zahlreicher Holocrons eine neue Bibliothek aufzubauen gedenkt, die einer neuen Generation Jedi dereinst nützlich sein könnte, wie hier auch sehr gelungen angedeutet wird. Ansonsten aber konzentriert sich die Konfrontation auf den ehemaligen Jedi-Tempel und inkludiert ebenfalls den Großinquisitor, den Vader im Band zuvor hat erstmalig treffen dürfen und dessen Vergangenheit ebenfalls mit der von Jocasta Nu verwoben ist. So ist der Band in Gänze rein dramaturgisch schon deutlich gelungener als der in meinen Augen noch etwas holprige Start der Reihe, zumal man hier mit einer guten Handvoll regelrecht ikonischer Szenen zu punkten versteht und Vader erstmalig beginnt, fernab der Wünsche und Befehle des Imperators auch seine eigenen Wege zu gehen.

So ist speziell das letzte Viertel der Geschichte gleichermaßen überraschend und spannend geraten, ganz zu schweigen davon, dass Giuseppe Camuncoli auch wieder einen tollen Job macht, die Geschichte in Szene zu setzen (auch wenn ihm der Imperator noch immer nicht so wirklich gelingen mag). Noch mehr zu imponieren gewusst hat mir wie oben bereits erwähnt aber der sich anschließende Zweiteiler Die Regel der Fünf, der zwar natürlich deutlich kompakter daherkommt, dadurch aber auch dramaturgisch dichter inszeniert worden ist und sehr schön umreißt, mit welch rabiaten Mitteln sich Vader Gehör und vor allem Respekt bei den Imperialen Truppen zu verschaffen gedenkt, nachdem man seine Fähigkeiten zunächst grundlegend unterschätzt und tatsächlich die Dreistigkeit besessen hat, gedrungene Kopfgeldjäger auf ihn anzusetzen.

Ausschnitt aus Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht | © Panini
© Panini

So kann ich Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht diesmal auch wieder vorbehaltlos empfehlen und bin persönlich sehr gespannt, ob Soule und Camuncoli das hier erreichte Niveau werden halten können. Denn insbesondere im zweiten Teil des Bandes geht es eben endlich nicht mehr nur um beliebige, Seiten umspannende Auseinandersetzungen zwischen Vader und Jedi XY, sondern es kommt tatsächlich langsam eine ernstzunehmende Story in Fahrt, in der Vader darüber hinaus als Figur und Charakter weit mehr zu glänzen und überzeugen weiß, als wenn man ihn ein ums andere Mal mit Lichtschwert und ohne Skrupel auf Tabula-Rasa-Missionen schickt, die schnell nur noch ermüdend wirken würden. Abgerundet wird der Band freilich auch hier wieder mit der obligatorischen Cover-Galerie, die durchaus wieder einige Schmuckstücke parat hält, doch weitaus schöner ist es, dass dieser zweite Band nun eben auch inhaltlich mehr zu bieten hat und damit hoffentlich die Weichen für künftige Abenteuer stellt.

Fazit & Wertung:

Der Sammelband Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht – erneut aus der Feder von Charles Soule und Giuseppe Camuncoli – weiß mit deutlich mehr Tiefgang und einer ungleich interessanteren Storyline zu punkten, auch wenn sich die wahren Qualitäten erst in der zweiten Hälfte so richtig entfalten. Nichtsdestotrotz sind die Verantwortlichen meines Erachtens auf einem vielversprechenden Weg und bieten hier tatsächlich einiges an Mehrwert, was die Vita des ikonischen Sith-Lord angeht.

8 von 10 erbarmungslosen Zügen des Dunklen Lords

Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht

  • Erbarmungslose Züge des Dunklen Lords - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Der Sammelband Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht – erneut aus der Feder von Charles Soule und Giuseppe Camuncoli – weiß mit deutlich mehr Tiefgang und einer ungleich interessanteren Storyline zu punkten, auch wenn sich die wahren Qualitäten erst in der zweiten Hälfte so richtig entfalten. Nichtsdestotrotz sind die Verantwortlichen meines Erachtens auf einem vielversprechenden Weg und bieten hier tatsächlich einiges an Mehrwert, was die Vita des ikonischen Sith-Lord angeht.

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Star Wars: Darth Vader: Das erlöschende Licht ist am 22.01.19 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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