Review: Star Wars: Aufstand auf Mon Cala (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Huch, was ist das heute spät geworden, aber auch diesmal bleibe ich eine Review nicht schuldig und widme mich – ja, schon wieder – einem meiner Lieblingsthemen.

Star Wars
Aufstand auf Mon Cala

Star Wars, Vol. 8: Mutiny at Mon Cala (#44-49), USA 2018, 140 Seiten

Star Wars: Aufstand auf Mon Cala | © Panini
© Panini

Autor:
Kieron Gillen
Zeichner:
Salvador Larroca

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-61073-8

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Ausschnitt aus Star Wars: Aufstand auf Mon Cala | © Panini
© Panini

Nach dem Abstecher nach Jedha geht es nun für die Rebellen zu Ackbars Heimatwelt Mon Cala, um die dortige Bevölkerung dazu zu bringen, sich mit ihrer Flotte der Rebellenallianz anzuschließen, doch stößt Leia beim herrschenden Regenten auf taube Ohren, da der den unerbittlichen Vergeltungsschlag des Imperiums fürchtet. Dank ihrer findigen Art ersinnt Leia aber alsbald einen Plan, der dieses Problem umgehen könnte, denn der eigentliche König von Mon Cala, Lee-Char, wird vom Imperium gefangen gehalten und sollte es ihr, Luke, Han und Chewie gelingen, ihn zu befreien, würde er sich vermutlich bereitwillig für die Sache der Rebellen einsetzen. Dazu bedarf es aber sämtlicher Kontakte und Kniffe, derer sich Leia zu bedienen weiß, denn das Gefängnis von Lee-Char ist schwer bewacht und empfängt nur eigens autorisiertes Personal wie etwa den für Mon Cala verantwortlichen Moff, den man hierfür erst einmal entführen müsste. Damit der Plan klappt, muss allerdings dessen Verschwinden unbemerkt bleiben, doch selbst hierfür hat Leia bereits eine Idee parat…

Rezension:

Rund zwei Monate sind vergangen, seit ich mit den Rebellen um Leia, Luke und Han nach Jedha begleitet habe und nach dem Abenteuer Die Asche von Jedha geht es nun in Aufstand auf Mon Cala zur Heimatwelt der Mon Calamari, weshalb hier auch freilich Ackbar mit von der Partie ist, der helfen möchte, seinen Herrscher zu überzeugen, die Rebellen mit der schlagkräftige Flotte des Planeten zu unterstützen. Das allerdings ist natürlich längst nicht so einfach wie erhofft und der Sprachführer des Meeresvolkes verweigert die Zusammenarbeit, doch Leia hat alsbald eine vielversprechende Idee. Während der Anfang noch vergleichsweise gediegen ausfällt, zeichnet er sich doch schon durch enorme Kurzweil und eine gelungene Mischung aus Ernsthaftigkeit und leisem Humor aus, doch dauert es nicht lange, bis die eigentliche Geschichte in Fahrt kommt und die hat mich tatsächlich einmal mehr begeistern können. Ähnlich wie die ältere Leia in Die Wege der Macht nämlich schmiedet sie hier einen doch ziemlich cleveren Plan, um den eigentlichen, vom Imperium inhaftierten König Lee-Char zu befreien, der den Rebellen deutlich gewogener scheint.

Ausschnitt aus Star Wars: Aufstand auf Mon Cala | © Panini
© Panini

Das hat hier eine interessante Aufsplittung des Plots zur Folge, denn nicht nur muss zunächst der Formwandler Tunga Arpagion, der wiederum später in die Rolle eines entführten Moffs schlüpfen soll – damit dessen Fehlen nicht bemerkt wird und unerwünschte Aufmerksamkeit nach sich zieht, nein, auch muss C-3PO besagtem Tunga in der Rolle des Moffs zur Seite stehen, während sich Luke und Co. an die Befreiung von Lee-Char machen. Dabei strotzt Aufstand auf Mon Cala vor Einfallsreichtum und überraschend viel Witz, wenn sich Han beispielsweise um Kopf und Kragen redet oder Chewie sich schüttelt wie ein begossener Pudel, während Kieron Gillen allerdings auch hier der Versuchung nicht widerstehen konnte, ein riesenhaftes Monster in die Handlung zu fügen, das wohl mittlerweile irgendwie zum guten Ton gehört und für mich den einzigen echten Schwachpunkt der Geschichte darstellt. Denn wie die Chose ausgehen wird ist natürlich ab dem ersten Moment klar und insbesondere die großformatigen Panels wirken dann im Kontext wie bloße Lückenfüller.

Dafür aber gibt es ansonsten hinsichtlich der Zeichnungen nichts zu meckern und Salvador Larroca macht einen – wie ich finde – erneut formidablen Job, während ich mich an den gemäldeartigen Zeichnungen und insbesondere den ungemein stimmigen Gesichtern noch immer kaum satt sehen kann. Wenn es nach mir ginge, könnte das Duo Gillen und Larroca also noch über Jahre hinweg gemeinsam diese Star Wars-Serie fortführen, doch da der amerikanische Markt natürlich schon deutlich weiter ist mit den Heften (und die von mir präferierten Sammelbände auch hierzulande logischerweise hinterherhinken), muss ich mich jetzt schon darauf einstellen, dass diese Zusammenarbeit nach dem nächsten Sammelband Zerstörte Hoffnungen (der Mitte Oktober erscheinen soll) zunächst ihr Ende finden wird. Bis dahin allerdings kann man sich erneut an dieser wunderbar gestalteten Geschichte ergötzen, die jetzt inhaltlich zwar sicherlich nicht großartiges Neuland betritt, aber reichlich von dem viel gepriesenen Star Wars-Flair beinhaltet und schlichtweg eine Menge Spaß macht.

Ausschnitt aus Star Wars: Aufstand auf Mon Cala | © Panini
© Panini

Neben der Optik und der abwechslungsreichen Handlung gefiel mir der Band des Weiteren dahingehend, dass er sich auch hier wieder Zeit lässt, die Geschichte in Gang kommen zu lassen und so wohnt man unter anderem zunächst einer Unterhaltung zwischen Luke und Wedge bei, während Leia ihre Pläne den Entscheidungsträgern der Rebellenallianz erläutert und Vorbereitungen getroffen werden, dieses aberwitzige Unterfangen überhaupt erst in Angriff nehmen zu können. Und da stört es dann auch weit weniger, wenn im weiteren Verlauf die Action dann doch deutlich mehr im Vordergrund steht, zumal man hier einen sehr schönen Wechsel zwischen ernsthafter, teils regelrecht tragisch gefärbter Haupthandlung (die Rettung von Lee-Char) und einem selbstbewusst augenzwinkernden Nebenplot (Tunga als vermeintlicher imperialer Moff) serviert bekommt, die sich hervorragend ergänzen und bedingen, derweil es zum Ende – und ich erwähne jetzt nicht die obligatorische Cover-Galerie – gar ein echtes Outro gibt, dass zudem mit dem finalen Panel mit einem echten Paukenschlag verabschiedet, auch wenn man den als findiger Leser freilich deutlich hat erahnen können. Und so warte ich nun voller Spannung auf die Fortsetzung der Geschichte, die mich noch immer ungebrochen – mittlerweile teils noch mehr als zu Beginn der Reihe – zu begeistern weiß, einfach weil sie so nah am Flair der Filme bleibt und dabei auch noch unverschämt gut aussieht.

Fazit & Wertung:

Auch der Sammelband Star Wars: Aufstand auf Mon Cala erweist sich als außerordentlich gelungen und Autor Kieron Gillen sowie Zeichner Salvador Larroca untermauern ihren Status als Dream-Team, während auch hier die Handlung zwar nicht vor Innovationen strotzt, aber mit einer extrem gelungenen Mischung aus Action, Spannung, Witz und Weltraumschlachten zu punkten weiß, vor allem aber die allseits beliebten Helden einmal mehr stimmungsvoll in Szene setzt.

8,5 von 10 halsbrecherischen Abenteuern

Star Wars: Aufstand auf Mon Cala

  • Halsbrecherische Abenteuer - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Auch der Sammelband Star Wars: Aufstand auf Mon Cala erweist sich als außerordentlich gelungen und Autor Kieron Gillen sowie Zeichner Salvador Larroca untermauern ihren Status als Dream-Team, während auch hier die Handlung zwar nicht vor Innovationen strotzt, aber mit einer extrem gelungenen Mischung aus Action, Spannung, Witz und Weltraumschlachten zu punkten weiß, vor allem aber die allseits beliebten Helden einmal mehr stimmungsvoll in Szene setzt.

8.5/10
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Star Wars: Aufstand auf Mon Cala ist am 28.05.19 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!


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