Review: Star Wars: Rebels | Staffel 2 (Serie)

Das Star Wars Universum

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Heute, so habe ich mir gedacht, fahre ich dann mal mit der nächsten Animationsserie fort, bevor uns im Mai dann ja auch schon die "Bad Batch" beehren wird. Bis dahin freue ich mich aber erst einmal auf die noch ausstehenden Abenteuer dieser Schiffs-Crew, die mir in ihrem zweiten Jahr noch mehr ans Herz gewachsen ist als ohnehin schon.

Star Wars: Rebels
Staffel 2

Star Wars: Rebels, USA 2014-2018, ca 22. Min je Folge

Star Wars: Rebels | © Walt Disney
© Walt Disney

Serienschöpfer:
Simon Kinberg
Dave Filoni
Carrie Beck
Ausführende Produzenten:
Simon Kinberg
Dave Filoni

Main-Cast:
Taylor Gray (Ezra Bridger [Stimme])
Vanessa Marshall (Hera Syndulla [Stimme])
Freddie Prinze Jr. (Kanan Jarrus [Stimme])
Tiya Sircar (Sabine Wren [Stimme])
Steve Blum (Zeb Orrelios [Stimme])
Dave Filoni (C1-10P a.k.a. ‚Chopper‘ [Stimme])
Dee Bradley Baker (Rex / Admiral Konstantine / Rex [Stimme])
in weiteren Rollen:
David Oyelowo (Agent Kallus [Stimme])
Ashley Eckstein (Ahsoka Tano [Stimme])
Keone Young (Commander Sato [Stimme])
Philip Anthony-Rodriguez (Fifth Brother [Stimme])
Sarah Michelle Gellar (Seventh Sister [Stimme])
Sam Witwer (Maul [Stimme])
Matt Lanter (Anakin Skywalker [Stimme])
James Earl Jones (Darth Vader [Stimme])
Ian McDiarmid (Emperor Palpatine [Stimme])
Jim Cummings (Hondo Ohnaka [Stimme])
Billy Dee Williams (Lando Calrissian [Stimme])
Frank Oz (Yoda [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Science-Fiction | Action

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Star Wars: Rebels | © Walt Disney
© Walt Disney

Mittlerweile hat die Crew der Ghost sich indirekt der Rebellion angeschlossen und sich mit der ehemaligen Jedi Ahsoka Tano verbündet, die ihrerseits einen früheren Klonsoldaten zu kontaktieren gedenkt, der sich als nützlicher Verbündeter erweisen könnte. Doch auch das Imperium ist nicht untätig und selbst Darth Vader höchstselbst mischt sich ins Geschehen ein, indem er weitere Inquisitoren entsendet, die insbesondere Kanan Jarrus und Ezra Bridger das Leben schwermachen könnten, derweil letzterer noch immer das Ziel verfolgt, selbst ein Jedi zu werden. Dafür gilt es allerdings, mehr über das Wesen der Jedi zu erfahren, die bekanntermaßen weitestgehend aus der Galaxis getilgt worden sind. Fernab dessen gilt es natürlich auch weiterhin, das Überleben der Crew zu sichern und den Rebellen bestmöglich unter die Arme zu greifen, zumal ein jedes Mitglied der Schiffsbesatzung so seine eigene Geschichte hat, weshalb es sie ausgerechnet in diesen Teil der Galaxis verschlagen hat. Letztendlich aber müssen Ezra und Kanan sich mächtigen Gegnern entgegenstellen, die eng verknüpft sind mit Ahsokas Vergangenheit als Padawan und spätere Paria…

Rezension:

Nachdem ich ja von der ersten Staffel Star Wars: Rebels bereits durchaus angetan gewesen bin, hatte ich ja zeitweilig pausiert, um erst einmal die für mich noch ausstehenden Staffeln The Clone Wars nachzuholen, wobei mich hier insbesondere die jüngst nachgeschobene Finalstaffel von Disney+ zu begeistern gewusst hat. Im Nachhinein war das auch sicherlich die richtige Entscheidung, denn auch wenn diese Serie nun sicherlich auch für sich zu bestehen vermag, ist es doch schöner, sie ab dem zweiten Jahr im größeren Kontext zu betrachten, was insbesondere Ahsoka Tano betrifft, die im vorangegangenen Finale hier überraschend ihren Einstand gegeben hat und nun auch weiterhin als wiederkehrender Charakter an Bord ist. Damit hat es sich aber noch längst nicht, was altbekannte Charaktere und Kontrahenten angeht, gleichwohl die Serie sicher auch funktioniert, wenn man sie losgelöst von anderen Veröffentlichungen betrachtet, zweifelsohne dadurch aber an Faszination einbüßt. Das gilt insbesondere für das zweiteilige Finale Ezras Versuchung (2.21/2.22), wobei ich da gar nicht vorgreifen möchte, sondern erst einmal auf die Stärken und Schwächen der gesamten Staffel zu sprechen kommen möchte, die sich mit ihren nunmehr 22 Episoden diesmal deutlich umfangreicher gibt.

Szenenbild aus Star Wars: Rebels | © Walt Disney
© Walt Disney

Die gewachsene Episodenzahl erweist sich dabei als Fluch und Segen zugleich, denn einerseits ist es natürlich schön, einfach mehr zeit mit der Crew der Ghost verbringen zu können und mehr über jedes einzelne Besatzungsmitglied zu erfahren, andererseits fällt es den Autor*innen dadurch natürlich auch merklich schwerer, so etwas wie einen roten Faden beizubehalten. Viele Episoden bieten daher in sich abgeschlossene Abenteuer, die losgelöst vom großen Ganzen existieren, teilweise auch kleinere Inkonsistenzen mit sich bringen. Besonders deutlich wird das an dem altbekannten Klon Rex, der hier recht früh in einer – logischerweise – gealterten Form ebenfalls sein Debüt gibt und immer mal wieder Teil der Crew zu sein scheint, dann aber wieder mehrere Folgen durch Abwesenheit glänzt, ohne dass sein Fehlen großartig erklärt oder thematisiert werden würde. Das sind sicherlich Kleinigkeiten, doch gerade wenn man in bester Binge-Watch-Manier mehrere Episoden von Star Wars: Rebels hintereinander genießt, fallen kleinere Anschlussfehler natürlich umso mehr auf, wobei man fairerweise dazu sagen muss, dass die Serie natürlich seinerzeit nicht für speziell dieses Format produziert worden ist.

Es versteht sich, dass die Geschichten in ihrer Qualität schwanken, doch treffen sie öfter ins Schwarze, als dass man Ausfälle zu beklagen hätte, wobei es auch immer wieder Episoden gibt, die auf einzelne Crew-Mitglieder, deren Herkunft und Geschichte abstellen, was in den meisten Fällen ungemein spannend und gelungen ist, ob es sich nun um Hera und ihren Vater Cham Syndulla in Der Freiheitskämpfer (2.16) handelt oder auch Die Legenden der Lasat (2.14), die Zeb und seine Heimat in den Fokus rücken. Um prominente Gastauftritte ist man natürlich ebenfalls nicht verlegen und so kommt Gauner Lando (Billy Dee Williams) ebenso in Kontakt mit den Freiheitskämpfern wie eine gewisse Prinzessin Leia (auch wenn die im Original von Julie Dolan und nicht Carrie Fisher gesprochen wird). Vor allem anderen sind es aber die Episoden um Ezra, die das Geschehen voranbringen, da er nun einmal auch der unausgesprochene Mittelpunkt der Story ist und in seinen jungen Jahren und mit seiner ausgeprägten Machtsensitivität auch das größte Potential zur Entwicklung birgt und am engsten mit dem verzahnt ist, was Star Wars stets einzigartig gemacht hat. Hier wird dann auch deutlich, dass bereits das zweite Jahr Rebels deutlich düsterer, ernster und emotionaler geraten ist als noch die Auftaktstaffel.

Szenenbild aus Star Wars: Rebels | © Walt Disney
© Walt Disney

Speziell was die teils wirklich berührenden beziehungsweise bedrückenden Entwicklungen anbelangt, erweist sich der Fokus auf eine einzige Figurenriege gegenüber dem umtriebigen The Clone Wars als echtes Plus, denn gepaart mit den charakterzentrierten Episoden wächst einem die Crew der Ghost doch spürbar mehr und mehr ans Herz, so dass man wunderbar involviert ist, wenn beispielsweise Hera fürchtet, Kanan und Ezra könnten ihr womöglich den Rücken kehren, um Ezras Ausbildung zum Jedi voranzutreiben. Wer aber zwischenzeitlich schon meint, die Serie habe ihren erzählerischen Zenit erreicht und wüsste sich nicht mehr zu toppen, wenn Ahsoka zu erkennen beginnt, wer hinter der Maske von Vader steckt, Ezra das Schicksal seiner Eltern ergründet oder die perfiden Pläne der skrupellosen Inquisitoren aufgedeckt – und natürlich vereitelt – werden, der wird hinsichtlich des oben bereits erwähnten Final-Zweiteilers staunen, denn tatsächlich spielen die Entwicklungen und Offenbarungen hier zeitweise auf demselben Level wie in den besten Clone-Wars-Episoden, auch wenn sich insbesondere hier die niedrigere Altersfreigabe zuweilen störend bemerkbar macht, denn die Kamera muss schon reichlich scheu abblenden, wenn eine Figur wirklich zu Schaden zu kommen droht. Das fällt einem als aufmerksamer Zuschauer zwar auf, doch schmälert es kaum den großartigen Gesamteindruck, denn die Episoden hinterlassen und die Serie spürbar auf eine neue Stufe hieven. Dieses Niveau gilt es in den noch folgenden zwei Staffeln erst einmal zu halten, doch bin ich da recht guter Dinge, zumal die Ankunft eines berühmten Chiss kurz bevorsteht.

Fazit & Wertung:

Die zweite Staffel Star Wars: Rebels wirkt nicht nur deutlich abwechslungsreicher, sondern punktet auch allenthalben mit ernsten und emotionalen Themen, während die Verknüpfung mit den Klonkriegen über eine Reihe altbekannter Figuren nicht weniger gut funktioniert. Im Kern der Ereignisse steht allerdings wie eh und je die liebenswerte Crew der Ghost, die auch diesmal wieder so einige Abenteuer zu bestehen hat und daran spürbar wächst.

8 von 10 Abenteuer der Ghost-Crew

Star Wars: Rebels | Staffel 2

  • Abenteuer der Ghost-Crew - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Die zweite Staffel Star Wars: Rebels wirkt nicht nur deutlich abwechslungsreicher, sondern punktet auch allenthalben mit ernsten und emotionalen Themen, während die Verknüpfung mit den Klonkriegen über eine Reihe altbekannter Figuren nicht weniger gut funktioniert. Im Kern der Ereignisse steht allerdings wie eh und je die liebenswerte Crew der Ghost, die auch diesmal wieder so einige Abenteuer zu bestehen hat und daran spürbar wächst.

8.0/10
Leser-Wertung 8/10 (1 Stimme)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 2

01. Die Belagerung von Lothal – Teil 1 (8,5/10)
02. Die Belagerung von Lothal – Teil 2 (8/10)
03. Die verschollenen Krieger (7,5/10)
04. Relikte der Alten Republik (7,5/10)
05. Doppelte Gefahr (7,5/10)
06. Die Bruderschaft (7/10)
07. Ein Meister seiner Kunst (7,5/10)
08. Blutsschwestern (7/10)
09. Undercover beim Feind (8/10)
10. Die Zukunft der Macht (8,5/10)
11. Das Geheimnis des Gefangenen X10 (8/10)
12. Eine Prinzessin auf Lothal (8/10)
13. Der Beschützer von Concord Dawn (7,5/10)
14. Die Legenden der Lasat (7/10)
15. Die Reise der Purrgils (6,5/10)
16. Der Freiheitskämpfer (7,5/10)
17. Eis und Ehre (8,5/10)
18. Verborgene Dunkelheit (9/10)
19. Der vergessene Droide (7/10)
20. Kampf um die Basis (7/10)
21. Ezras Versuchung – Teil 1 (9/10)
22. Ezras Versuchung – Teil 2 (9/10)

 
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Star Wars: Rebels | Staffel 2 ist am 24.11.16 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Walt Disney erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:

Blu-ray:

vgw

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