Review: Doctor Who | Staffel 7 (Serie)

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Doctor Who

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Kein Samstag ohne Serie und weil dem so ist, widme ich mich wieder einmal dem mir liebsten Timelord überhaupt, dem ich nun endlich – wenn ihr einen Blick auf das obige Banner werft – auch seine eigene Seite, sein persönliches Special gewidmet habe, wo sich künftig alle Artikel zum Doctor gebündelt abrufen lassen werden.

Doctor Who
Staffel 7

Doctor Who, USA 2005-, ca. 45 Min. je Folge

Doctor Who | © WVG Medien
© WVG Medien

Serienschöpfer:
Sydney Newman
Ausführende Produzenten:
Russell T. Davies
Steven Moffat

Main-Cast:
Matt Smith (The Doctor)
Jenna Coleman (Clara / Oswin)
Karen Gillan (Amy Pond)
Arthur Darvill (Rory Williams)
in weiteren Rollen:
Alex Kingston (River Song)
Catrin Stewart (Jenny)
Neve McIntosh (Madame Vastra)
Dan Starkey (Strax)
Richard E. Grant (Dr. Simeon)
Jemma Redgrave (Kate Stewart)
Liam Cunningham (Captain Zhukov)
Tobias Menzies (Lieutenant Stepashin)
Paul Kasey (Wooden Queen / Time Zombie / Whisper Man)
Nicholas Briggs (Daleks / Skaldag / Cybermen [Stimme])
Aidan Cook (The Mummy / The Crooked Man / Cyberman)

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Fantasy

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Wieder einmal ist einige Zeit vergangen, seit Amy und Rory mit dem Doctor das Universum bereist haben und prompt hängt bei den Beiden der Haussegen schief, was den Doctor dazu veranlasst, auch hier zu helfen zu versuchen, doch dafür bleibt kaum Zeit , werden die drei schließlich alsbald von den Daleks entführt, die tatsächlich die Hilfe (!) des Doctors benötigen. Dadurch begegnet der Doctor alsbald auch Oswin Oswald, doch ist das Treffen nicht von Dauer, wenngleich er zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort einer weiteren Inkarnation von ihr begegnen wird, nicht lange, nachdem die Weinenden Engel in Manhattan ihr Unwesen getrieben haben werden…

Rezension:

Nun liegt also auch erneut die siebte Staffel Doctor Who hinter mir und wir bewegen uns mit großen Schritten auf den zwölften Doctor zu, der ja mittlerweile wiederum von Jodie Whitaker abgelöst worden ist, doch dazu kommen wir ja irgendwann einmal auch noch und so soll es heute einzig um die siebte Staffel an sich gehen und darum, wie durchwachsen ich diese empfunden habe, denn lange nicht mehr lagen die Hochs und Tiefs so nah beieinander wie hier. So beginnt die Staffel zunächst einmal mit Daleks im All (7.01) ungemein irritierend, was den Beziehungsstatus von Amy und Rory angeht (von deren charakterlicher Wandlung einmal abgesehen), um sich dafür schnurstracks zu einen spannenden, packenden, toll inszenierten Abenteuer zu wandeln, in dem selbst eine Inkarnation der späteren Begleiterin des Doctors eine Rolle spielt, um von dieser Episode ausgehend gleich drei kaum mehr als rudimentär zusammenhängende Folgen in den Ring zu schmeißen, die zwar teils wirklich gut konzipiert sind und allesamt zu unterhalten wissen, aber eben nichts mehr mit den ungemein komplexen Handlungs- wie Spannungsbögen der beispielsweise sechsten Staffel gemein haben.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Für all das wird man selbstredend entschädigt mit der Episode Die Macht des Wortes (7.05), für die Steven Moffat wieder selbst zum Stift gegriffen hat und die erneut die Weinenden Engel thematisiert, vor allem aber den schmerzlichen Abschied von Amy und Rory als Begleiter des Doctors markiert, weshalb mich die Folge auch regelmäßig zu Tränen zu rühren versteht, zumal der Abschied als mehr als gelungen zu bezeichnen ist und sich ganz dem Gusto des Doctor Who-Kanons unterordnet, denn nirgends sonst wäre eine so bittersüße Auflösung des Plots möglich gewesen wie hier. Entsprechend merkt man aber auch den vorangehenden Folgen ein wenig an, dass diese bereits auf Abschied getrimmt sind und das dynamische Trio noch einmal in Aktion zeigen wollen, während die Auftaktepisode gleichermaßen den Boden für Clara bereitet, ähnlich wie auch das in der Mitte der Staffel gelagerte Weihnachts-Special Die Schneemänner (7.06), das mit einem neuerlichen Gastauftritt von Madame Vastra und Konsorten aufwartet, die man bereits aus der Highlight-Episode Demons Run (6.07) kennt, was die Folge zusammen mit einer weiteren Inkarnation von Clara, die bald aufgrund dessen als "das unmögliche Mädchen" bekannt sein wird, zu einer der in meinen Augen besseren Weihnachtsepisoden macht, die ich ansonsten überwiegend als wohlmeinenden Fan-Service verbuche und auch an dieser Stelle kaum gesondert erwähnt habe.

Hier nun verhält sich die Sache aus zweierlei Gründen anders, denn einerseits hatte man seinerzeit mit der Ausstrahlung der siebten Staffel Doctor Who erst im September 2012 begonnen, so dass das 2012er-Weihnachts-Special eben inmitten der Staffel gelandet ist, andererseits handelt es sich hinsichtlich des Parts von Clara um ein nicht zu unterschätzendes Bindeglied bei der Einführung ihrer Figur, die ansonsten natürlich offiziell erst in der Folge Die Glocken von Saint John (7.07) erfolgt. Leider zieht sich aber auch in der zweiten Staffelhälfte fort, was bereits in der ersten Hälfte aufgefallen ist, denn die Serie macht hier große Schritte zurück in Richtung Procedural und begnügt sich überwiegend mit in sich abgeschlossenen Episoden, was zwar grundsätzlich nicht verwerflich sein mag, doch ist man diesbezüglich eben sowohl von der fünften als auch sechsten Staffel mehr als verwöhnt, weshalb es hier einem Rückschritt gleichkommt. Trotzdem gibt es auch hier für sich genommen großartige Folgen zu bestaunen, wie etwa die erneut von Neil Gaiman (American Gods) verfasste Episode Alptraum in Silber (7.13), die mir mit ihrem surrealen und teils regelrecht beängstigenden Flair ausnehmend gut gefallen hat, auch wenn sie allgemein in der Gunst der Fans nicht allzu hoch zu stehen scheint, derweil die dramaturgisch eher profane Folge Kalter Krieg (7.09) mich persönlich aufgrund der Gastauftritte von sowohl Liam Cunningham als auch Tobias Menzies zu überzeugen wusste, aber da spricht eher persönliche Sympathie aus mir.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Apropos aber Gunst der Fans, scheint und schien Clara ja in selbiger gar nicht einmal so hoch zu stehen, wie ich immer wieder lesen konnte, was für mich persönlich aber gar nicht nachzuvollziehen ist, denn direkt nach Karen Gillan als Amy ist Jenna Coleman (Victoria) in der Rolle der Clara meine bislang liebste Begleiterin des Doctors, zumal sie ihm nicht nur vom ersten Moment an Paroli bietet und weder auf den Kopf noch den Mund gefallen zu sein scheint, aber was soll ich jetzt noch eine Lanze für sie brechen, ist sie seit der zehnten Staffel schließlich auch längst Geschichte. Eine Lanze brechen kann ich dafür für die siebte Staffel Doctor Who, denn obwohl nicht gerade wenige Folgen "nur" gut sind in dieser Staffel, weiß sie sich doch immerhin mit der fulminanten letzten Episode Der Name des Doctors (7.14) zu neuen Höhen aufzuschwingen, lüftet das Geheimnis um Clara, wirft einen Blick zurück und ach vorn, ist packend und mitreißend inszeniert und lässt einen kurzen Blick auf den "War Doctor" erhaschen und bereitet somit auf formidable Weise den Boden für Doctor Who: Der Tag des Doctors, das Special zum 50jährigen Jubiläum der Serie, dem ich mich ganz bald an dieser Stelle gerne gesondert widmen möchte.

Fazit & Wertung:

Die siebte Staffel Doctor Who ist geprägt von Hochs und Tiefs, denn während ein Großteil der Folgen sich ganz klassisch einem Fall der Woche widmen, finden sich in dieser Staffel nicht nur der tränenreiche Abschied von Amy und Rory sondern in Gestalt von Clara auch eine vielversprechend toughe Begleiterin für den Doctor, derweil das Staffelfinale genutzt wird, quasi als Prolog zum 50 Jahre Doctor Who-Special zu fungieren, an dessen Glanz somit auch diese Staffel partizipiert, die ansonsten teilweise regelrecht schwermütig stimmt, denn abgesehen vom Ende der Reise für Amy und Rory handelt es sich nun einmal auch um das letzte Jahr für Matt Smith als durch Zeit und Raum reisender letzter Timelord.

8 von 10 Reisen mit der TARDIS

Doctor Who | Staffel 7

  • Reisen mit der TARDIS - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Die siebte Staffel Doctor Who ist geprägt von Hochs und Tiefs, denn während ein Großteil der Folgen sich ganz klassisch einem Fall der Woche widmen, finden sich in dieser Staffel nicht nur der tränenreiche Abschied von Amy und Rory sondern in Gestalt von Clara auch eine vielversprechend toughe Begleiterin für den Doctor, derweil das Staffelfinale genutzt wird, quasi als Prolog zum 50 Jahre Doctor Who-Special zu fungieren, an dessen Glanz somit auch diese Staffel partizipiert, die ansonsten teilweise regelrecht schwermütig stimmt, denn abgesehen vom Ende der Reise für Amy und Rory handelt es sich nun einmal auch um das letzte Jahr für Matt Smith als durch Zeit und Raum reisender letzter Timelord.

8.0/10
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Episodenübersicht: Staffel 7

00. Sternenhimmel (7,5/10)
01. Der Dalek in dir (9/10)
02. Dinos im All (7/10)
03. Wilder Westen (7/10)
04. Zusammengewürfelt (8/10)
05. Die Macht des Wortes (9,5/10)
06. Die Schneemänner (8,5/10)
07. Die Glocken von Saint John (8/10)
08. Die Ringe von Akhaten (7,5/10)
09. Kalter Krieg (7,5/10)
10. Geisterjagd (7/10)
11. Das Herz der Tardis (8/10)
12. Der Feuerrote Schrecken (7,5/10)
13. Albtraum in Silber (8,5/10)
14. Der Name des Doktors (9,5/10)

 
 
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Doctor Who | Staffel 7 ist am 25.04.14 auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von polyband/WVG Medien erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:



Blu-ray:


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