Review: Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Widmen wir uns gleich noch einmal dem Thema Star Wars, denn schließlich rückt ja auch die Veröffentlichung des nächsten Films näher und näher, womit es wieder allerhöchste Zeit wird, noch ein paar Lücken zu schließen, zumal es heut um eine meiner Lieblingsfiguren der neuen Ära geht.

Star Wars: Poe Dameron
Schwarze staffel

Star Wars: Poe Dameron #1-6, USA 2016, 144 Seiten

Star Wars: Poe Dameron 1 - Schwarze Staffel | © Panini
© Panini

Autor:
Charles Soule
Zeichner:
Phil Noto

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60266-5

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Während Leia fest davon überzeugt ist, dass das Erstarken der Ersten Ordnung eine ernstzunehmende Gefahr für die freien Welten der galaktischen Republik darstellt, ist ihr Bruder Luke verschwunden und eine der wenigen Personen, die mehr über dessen Verbleib wissen könnten – in diesem Fall der umtriebige Forscher Lor San Tekka – ist kaum weniger schwer aufzutreiben, weshalb Leia mit Poe Dameron einen der fähigsten Piloten des Widerstandes engagiert, den Forscher ausfindig zu machen. Gemeinsam mit der Schwarzen Staffel, einer kleinen Schar ausgesuchter Flieger-Asse, begibt sich Dameron auf die Suche, doch auch die Erste Ordnung hat unlängst einen Agenten auf Lor San Tekka angesetzt…

Rezension:

Bevor ich in die Verlegenheit komme, eine weitere Woche ohne Comic-Review ins Land streichen zulassen, habe ich mich am Wochenende (endlich) Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel gewidmet, auch wenn die Resonanz – von dem, was ich habe lesen können – doch ziemlich durchwachsen gewesen ist. Zwei Dinge aber waren es, die eindeutig für die Serie gesprochen haben, denn einerseits war mir der von Oscar Isaac verkörperte Poe Dameron eine der liebsten Figuren in Episode VII, die folglich in meinen Augen auch dort sträflich vernachlässigt worden ist und merklich zu kurz kam, andererseits ist der gesamte Band von Phil Noto gestaltet worden, den ich durch seinen Black Widow-Run kennen- und schätzen gelernt habe und der auch hier einen wirklich superben Job macht, wobei das viele anders zu sehen scheinen, denn auch hier liegt einer der Hauptkritikpunkte des Bandes, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Ausschnitt aus Star Wars: Poe Dameron 1 - Schwarze Staffel | © Panini
© Panini

Dabei punktet Noto meines Erachtens nicht nur mit einem ungemein markanten und eigensinnigen Stil, sondern weiß auch die Figuren, allen voran natürlich Poe Dameron, aber auch beispielsweise Leia Organa mehr als trefflich in Szene zu setzen, wobei die Cover-Zeichnungen zu der Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht-Reihe dahingehend ja auch schon einen aussagekräftigen Vorgeschmack zu liefern imstande waren. Schwieriger verhält es sich da schon beim Storytelling seitens Charles Soule, denn das ist tatsächlich zweischneidig zu betrachten. Einerseits gelingt es ihm nämlich in Kombination mit der trefflichen Optik, die Figur des namensgebenden Poe Dameron in Star Wars: Poe Dameron 1 wunderbar in Szene zu setzen und glaubhaft draufgängerisch agieren zu lassen, während auch seine Dialogzeilen in den meisten Fällen mehr als gelungen und dementsprechend unterhaltsam sind, andererseits aber scheint die eigentliche Story oft kaum mehr als eine relativ innovationslose Aneinanderreihung von Versatzstücken zu sein.

So ist der eigentliche Aufhänger für den Band Schwarze Staffel, der eigentlich zwei Dreiteiler enthält, die Suche nach Lor San Tekka, den man in Gestalt von Max von Sydow kurz zu Beginn von Episode VII ebenfalls kennenlernt, doch hinkt die Schwarze Staffel und mit ihnen natürlich Poe dem umtriebigen Forscher immer einige Schritte hinterher und hier wie dort werden natürlich Bedingungen gestellt, um mit der Sprache rauszurücken, wohin es ihn als Nächstes verschlagen haben mag. So weit, so generisch, wäre das noch gut zu verkraften gewesen und hätte für eine abenteuerliche Hetzjagd mit ein paar flapsigen Sprüchen locker gereicht, doch ausgerechnet der Auftakt-Dreiteiler gemahnt zuweilen dann mehr an einen Monsterfilm à la Godzilla als ein echtes Star Wars-Abenteuer und dahingehend bin ich dann auch voll auf Seiten der Kritiker, die diese Entscheidung nur bedingt nachvollziehen können.

Ausschnitt aus Star Wars: Poe Dameron 1 - Schwarze Staffel | © Panini
© Panini

Immerhin, die zweite der enthaltenen Storylines verspricht Besserung, zumal hier ein Wiedersehen mit dem Hutten Grakkus bevorsteht, den ich bereits aus Showdown auf dem Schmugglermond kannte und der hier nun auf Dameron trifft, was ein weiteres sicherlich nicht spektakuläres, aber feines Indiz dafür ist, wie sich der "neue Kanon" langsam miteinander zu verzahnen beginnt, wenn man dann noch den Umstand berücksichtigt, dass mit Temmin Wexley eine der Hauptfiguren aus Wendigs Nachspiel-Trilogie hier Teil der schwarzen Staffel ist, derweil auch ein Querverweis auf Poes Geschichte in Vor dem Erwachen enthalten ist. Davon aber einmal abgesehen, bringt Soule aber natürlich auch neue Figuren ins Spiel und zuvorderst muss hier natürlich der Agent Terex genannt werden, der von seinem Auftreten und Gebaren, ja seiner gesamten Vorgehensweise einem Vertreter der imperialen Kräfte kaum unähnlicher sein könnte und eine spürbar sadistische Ader an den Tag legt, sich dergestalt als ernstzunehmender und vor allem interessanter Antagonist präsentiert. So gesehen war ich – von einem schwächelnden Einstieg abgesehen – durchaus angetan von Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel und freue mich bereits auf den Fortgang des Abenteuers in Inmitten des Sturms, immerhin auch seit rund drei Monaten bereits im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung:

Charles Soule bietet mit Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel einen grundsätzlich überzeugenden Einstieg in die Storyline um den draufgängerischen Piloten, trifft allerdings gerade zu Beginn einige fragwürdige Story-Entscheidungen, womit gerade die erste der beiden enthaltenen Geschichte eher optisch denn inhaltlich überzeugt, doch von da an geht es spürbar aufwärts und nicht zuletzt daher, dass insbesondere Poe Dameron trefflich in Szene gesetzt wird, vermag die Geschichte insbesondere vom Flair her zu überzeugen.

7,5 von 10 halsbrecherischen Flugmanövern

Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel

  • Halsbrecherische Flugmanöver - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Charles Soule bietet mit Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel einen grundsätzlich überzeugenden Einstieg in die Storyline um den draufgängerischen Piloten, trifft allerdings gerade zu Beginn einige fragwürdige Story-Entscheidungen, womit gerade die erste der beiden enthaltenen Geschichte eher optisch denn inhaltlich überzeugt, doch von da an geht es spürbar aufwärts und nicht zuletzt daher, dass insbesondere Poe Dameron trefflich in Szene gesetzt wird, vermag die Geschichte insbesondere vom Flair her zu überzeugen.

7.5/10
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Star Wars: Poe Dameron 1 – Schwarze Staffel ist am 25.04.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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