Review: Kill the Boss (Film)

Heute bin ich mal wieder ein wenig früher dran, einerseits weil mir der Text flott von der Hand ging, andererseits, weil ich mich dann jetzt meinem stetig wachsenden und auf mich wartenden Bücherstapel widmen kann.

Kill the Boss

Horrible Bosses, USA 2011, 105 Min.

Kill the Boss
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Seth Gordon
Autoren:
Michael Markowitz
John Francis Daley
Jonathan M. Goldstein

Main-Cast:
Jason Bateman (Nick Hendricks)
Charlie Day (Dale Arbus)
Jason Sudeikis (Kurt Buckman)
Jennifer Aniston (Dr. Julia Harris, D.D.S.)
Colin Farrell (Bobby Pellitt)
Kevin Spacey (Dave Harken)
Jamie Foxx (Dean ‚Motherfucker‘ Jones)
in weiteren Rollen:
Donald Sutherland (Jack Pellit)

Genre:
Komödie | Krimi

Trailer:

 

Inhalt:

Die Freunde Nick, Dale und Kurt eint ein gemeinsames Problem – ihre sie in den Wahnsinn treibenden Chefs. Während Nicks Boss Dave Harken diktatorisch und despotisch daherkommt, leidet Dale unter den sexuellen Übergriffen seiner nymphomanisch veranlagten Chefin Dr. Julia Harris. Und Kurt meint, es am schlimmsten getroffen zu haben, denn nach dem Ableben seines wirklich liebenswerten, herzlichen und wohlwollenden Chefs Jack Pellit übernimmt dessen Sohn Bobby die Leitung. Dieser entpuppt sich aber schnell nicht nur als drogensüchtig, inkompetent und intolerant, sondern im Großen und Ganzen als riesengroßes Arschloch.

Wie die drei Freunde also so über ihre Chefs sinnieren, reift in ihnen langsam aber sicher der Gedanke, dass man doch in der Lage sein müsste, dem Treiben in aller Endgültigkeit ein Ende zu machen.

Rezension:

Kill the Boss hat im Grunde alle Voraussetzungen für eine wirklich und wahrhaftig großartige Komödie: Ein Staraufgebot sondergleichen, sympathische Hauptdarsteller und herrlich gegen den Strich besetzte Kinogrößen, dazu eine frische und unverbrauchte, genial einfache und nachvollziehbare Prämisse und genau den Schuss schwarzen Humor und makabrer Attitüde, die es braucht, um zumindest mich vor dem Bildschirm zu fesseln. Kommen jetzt also noch drei Absätze an Lobhudeleien oder wie? Leider nein, mitnichten, denn Kill the Boss krankt auch wie viele andere Komödien an seiner eigenen Großartigkeit.

Diese wird nämlich im Trailer so ausgiebig zelebriert, dass dem geneigten Zuschauer, der sich auch nur ein ganz klitzekleines bisschen im Vorfeld informiert hat, nichts bleibt an neuen Eindrücken oder funkensprühenden Gags, weil alles bereits in der Vorschau verbraten worden ist, der Rest ist am Ende leider nur Staffage. Gerade also der Part des Films, der sich noch zuvorderst mit den schrecklichen Bossen, also den Horrible Bosses (so der treffendere Originaltitel) beschäftigt, versandet in der Belanglosigkeit und lässt so auch das Handeln der Figuren nicht wirklich überzeugend wirken, wenn sie ihre Mordpläne schmieden.

Zum Glück zieht der Film in der zweiten Hälfte merklich an und macht dann auch mehr Spaß, ja wartet sogar mit zwar extrem durchgeknallten, aber immerhin überraschenden Wendungen auf. Auch hier hat man leider nicht auf zutiefst überflüssigen Fäkalhumor verzichten können, was ich persönlich schade finde, aber es wird wohl irgendwo irgendein Publikum für diese debile Art Scherze geben. Dafür konnten mich dann die Dialoge der drei verzweifelten Freunde untereinander überzeugen, weil sie auf eine witzige Art belanglos, spöttisch, sarkastisch und noch vieles mehr sind, seltsam, im Grunde bescheuert, aber eben auch verdammt unterhaltsam.

Auch die „Bosse“ Kevin Spacey, Jennifer Aniston und Colin Farrell sind ein echter Lichtblick, wenn man auch von letzterem bedauerlich wenig sieht. So überspitzt sich die Figuren präsentieren, ist die satirische Prämisse des Films schnell offenbar, ohne dass die bösen Chefs zu reinen Karikaturen verkommen. Sympathieträger indes sind natürlich ihre entsprechenden Konterparts und die machen ihre Sache wirklich gut, so dass es an den Schauspielern wirklich nichts zu meckern gibt. Einzig ein streckenweise nur durchschnittliches Drehbuch nebst überflüssiger Plattitüden und hanebüchener Zufälle verweigert – in enger Kooperation mit einem gnadenlos schlechten, weil alles vorwegnehmenden Marketing – Kill the Boss eine bessere Wertung.

Fazit & Wertung:

Kill the Boss ist eine solide Komödie, aber unterm Strich doch ein wenig enttäuschend. Die Spielfreude der talentierten und sympathischen – beziehungsweise gewollt unsympathischen Darsteller – macht allerdings ein wenig Boden gut.

7 von 10 gescheiterten Mordplänen

Kill the Boss

  • Gescheiterte Mordpläne - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Kill the Boss ist eine solide Komödie, aber unterm Strich doch ein wenig enttäuschend. Die Spielfreude der talentierten und sympathischen – beziehungsweise gewollt unsympathischen Darsteller – macht allerdings ein wenig Boden gut.

7.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Cellurizon: 6/10 Punkte
Tonight is gonna be a large one.: 7/10 Punkte

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Kommentare (9)

  1. bullion 21. März 2012
  2. EmmiNordwind 21. März 2012
  3. maloney 21. März 2012
      • maloney 25. März 2012
  4. filmexe 26. März 2012

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