Review: Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada (Graphic Novel)

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Doctor Who

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Nach einwöchiger Auszeit gibt es heute dann auch wieder eine Comic-Review, die ich diesmal wortwörtlich im Schweiße meines Angesichts verfasst habe, denn die drückende Hitze macht freilich auch vor meinem Schreibtisch nicht Halt.

Doctor Who
Der elfte Doctor 5
Schatten von Shada

Doctor Who – The Eleventh Doctor #2.6-10, UK 2016, 128 Seiten

Doctor Who: Der elfte Doctor 5 - Schatten von Shada | © Panini
© Panini

Autoren:
Simon Spurrier (Besessen, Stillstand, Rennen, um stillzustehen)
Rob Williams (Besessen, Schatten von Shada, Die erste Regel)
Zeichner:
Simon Fraser (Schatten von Shada, Die erste Regel)
Leandro Casco (Schatten von Shada, Rennen, um stillzustehen)
Warren Pleece (Stillstand)
Leonardo Romero (Besessen)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60663-2

Genre:
Science-Fiction | Fantasy | Abenteuer | Mystery

 

Inhalt:

Noch immer wird der Doctor hartnäckig vom Damals-und-Heute verfolgt und versucht mit dieser mächtigen Entität im Nacken, noch immer seine Unschuld zu beweisen, was die Gräueltaten angeht, die er während des Zeitkrieges angeblich begangen haben soll. Um der Sache auf den Grund zu gehen, plant der Doctor auf einem Planeten einzubrechen, dessen Name und Existenz er bewusst aus seiner eigenen Erinnerung gelöscht hat: Shada. Zu diesem Zweck sucht er Professor River Song auf, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützen soll, doch ist die Tardis mit Alice Obiefune, Abslom Daak und der ominösen Schildmaid ohnehin an Begleitern so voll wie nie und sie alle gilt es freilich zu beschützen, lautet schließlich eine der Maxime des Doctors "Begleiter sterben nicht", doch ob er zu seinem Wort stehen können wird in Anbetracht der brenzligen Lage, das steht auf einem anderen Blatt…

Rezension:

Ich bin ja grundsätzlicher großer Freund und Fan der Abenteuer des elften Doctors – auch in seiner Comic-Inkarnation –, doch muss ich sagen, dass mich der vorliegende Band Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada weitestgehend enttäuscht hat, auch wenn es ihm insbesondere gegen Ende mit einem doch ziemlich gelungenen Cliffhanger gelingt, noch ein wenig Boden gut zu machen. Bis dahin ist es allerdings ein langer und leider oft verwirrender Weg, denn bei all den Zeit- und Raumsprüngen, des Doctors oft kryptischen Äußerungen und teils selbst sprunghaft gestalteten Panels und somit Szenen droht des Öfteren der rote Faden abhanden zu kommen. Als Autoren treten hier erneut Simon Spurrier sowie Rob Williams in Erscheinung, die gemeinsam auch schon den Vorgänger Damals und Heute ersonnen haben, doch wusste mich eben der Auftakt der Geschichte, die nicht nur in dem titelgebenden Dreiteiler Schatten von Shada fortgeführt wird, weit mehr zu begeistern als der hier skizzierte Fortgang der Geschichte, zumal selbst der Ausflug zum Planeten Shada kaum mehr als eine Randnotiz bleibt und es alsbald weiter wild durchs Universum geht.

Vor allem aber ist die Rolle von River Song in der Story weitestgehend enttäuschend, gerade im Hinblick darauf, was für eine faszinierende und undurchsichtige Figur sie in der TV-Serie stets gewesen ist, denn hier verkommt sie zum reinen Stichwortgeber, wenn sie überhaupt etwas in der Story zu tun bekommt und nicht etwa "einfach nur dabei" ist, wie es leider über weite Strecken der Fall ist. Eingangs schon im Rahmen der Inhaltsangabe erwähnt, ist die Tardis auch im Moment reichlich überfrachtet, was Begleiter des Doctors angeht, so dass ihnen allen kaum noch gerecht werden kann, wobei sich immerhin ein sehr schönes One-Shot mit Namen Besessen in dem Sammelband befindet, das ursprünglich zum Free Comic Book Day 2016 veröffentlicht worden ist und auf seinen gerade einmal sechs Seiten tief in die Seele von Abslom Daak blicken lässt, dessen Tragik hier mit einfachsten Mitteln unterstrichen wird.

Ansonsten waren es wohl weit mehr als sonst die Zeichnungen von insbesondere Simon Fraser und Warren Pleece, die mir Doctor Who: Der elfte Doctor 5 nachhaltig verleidet haben, denn ihrem oft detailarmen, vor allem aber beinahe schon karikaturenhaften Stil konnte ich schon vorher wenig abgewinnen, nur, dass hier dem Look der Story eben keine in meinen Augen überzeugende Dramaturgie entgegensteht, die in der Vergangenheit einiges zu retten gewusst hat. Im direkten Vergleich aber zu den Abenteuern des zwölften Doctors zum Beispiel in Hyperion wird mehr als deutlich, wie lieblos hier im Grunde die Inszenierung der Geschichte vonstattengeht, deren Optik meines Erachtens ja durchaus gewichtiges Kriterium bei Comics jedweder Art darstellt.

Freilich ist nicht alles schlecht an Doctor Who: Der elfte Doctor 5, doch hätte der Geschichte eben ein wenig mehr Stringenz gutgetan, während auch das Figurenensemble zu ausladend geworden ist und insbesondere in seiner Konstellation schon ein wenig sehr abstrakt und befremdlich wirkt, zumal Spurrier und Williams teilweise nicht viel mit ihnen anzufangen wissen und wenn doch, dabei so verquer und kryptisch zu Werke gehen, dass ich teilweise kaum nachvollziehen konnte, was man mir hier nun zu vermitteln versucht hat. Aber gut, einen Durchhänger braucht jede (Comic-)Reihe einmal und es bleibt abzuwarten, ob der vielversprechende Cliffhanger am Ende des Bandes seinem Namen besser und überzeugender gerecht wird als das Erscheinen von River Song beim letzten Mal, denn deren Part in der vorliegenden Geschichte ist leider nicht halb so interessant und wichtig, wie ich mir das gewünscht hätte.

Fazit & Wertung:

Der neueste Sammelband Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada tut es der Comic-Reihe um den zehnten Doctor gleich und liefert die bislang schwächste Storyline ab, die schlichtweg zu kryptisch und sprunghaft geraten ist, als dass sie wirklich überzeugen könnte, zumal die Zeichnungen in weiten Teilen leider weder dem Doctor noch seinen BegleiterInnen gerecht werden, hier allerdings erstmalig nicht von einem spannenden Plot aufgefangen werden, womit dieser Band in Summe reichlich enttäuschend gerät.

5,5 von 10 Reisen quer durch das All und die Zeit

Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada

  • Reisen quer durch das All und die Zeit - 5.5/10
    5.5/10

Fazit & Wertung:

Der neueste Sammelband Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada tut es der Comic-Reihe um den zehnten Doctor gleich und liefert die bislang schwächste Storyline ab, die schlichtweg zu kryptisch und sprunghaft geraten ist, als dass sie wirklich überzeugen könnte, zumal die Zeichnungen in weiten Teilen leider weder dem Doctor noch seinen BegleiterInnen gerecht werden, hier allerdings erstmalig nicht von einem spannenden Plot aufgefangen werden, womit dieser Band in Summe reichlich enttäuschend gerät.

5.5/10
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Doctor Who: Der elfte Doctor 5 – Schatten von Shada ist am 26.03.18 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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