Review: Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner (Buch)

Für eine Roman-Rezension hat es diese Woche ganz knapp nicht gelangt (mir fehlen noch weniger als hundert Seiten in meinem aktuellen Buch), aber hängen lassen wollte ich euch natürlich auch nicht, zumal ich eine ziemlich schöne Geschenkidee für "auf den letzten Drücker" im Gepäck habe, wie ich finde.

Fallout
Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner

Fallout: The Vault Dweller’s Official Cookbook, USA 2018, 192 Seiten

Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner | © Panini
© Panini

Autorin:
Victoria Rosenthal
Übersetzer:
Andreas Kasprzak

Verlag (D):
Panini Books
ISBN:
978-3-833-23706-5

Genre:
Kochbuch

 

Inhalt:

Die in dem Werk Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner versammelten Rezepte lassen sich unterteilen in Grundlagen, Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Beilagen, Hauptgerichte, Desserts sowie Getränke. Damit umfasst dieses Standardwerk von VaultTec™ insgesamt 79 Rezepte, die dem Vaultbewohner den Alltag erleichtern, das Überleben sichern und natürlich ein gelungenes Mitbringsel zur nächsten Vault-Party garantieren sollen. Dabei handelt es sich teils um Rezepte aus längst vergangener Zeit, weshalb das Werk um Anekdoten und Notizen ergänzt worden ist, die es beispielsweise ermöglichen, ominöse und nur noch schwer aufzutreibende Dinge wie etwa "Garnelen" durch Einsiedlerkrebse aus Far Harbor zu ersetzen. Aber selbst kulinarische Hochgenüsse wie BlamCos Mac & Käse sowie das weithin bekannte InstaPüree finden hier ihren Eintrag, damit der findige Vaultbewohner im Fall der Fälle auch selbst zur Tat schreiten kann, sollten die Nahrungsmittelvorräte dieser Fertigmischungen einmal zur Neige gehen. Und ein Handbuch für Vaultbewohner wäre freilich nicht komplett, wenn es nicht auch Rezepte für Nuka-Cola sowie die überaus nützlichen Stimpaks enthalten würde…

Um Zugriff auf die genannten Produkte zu erhalten, sprechen Sie mit Ihrem Aufseher oder Ihrem Vault-Personal. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und vergessen Sie nicht, Ihre köstlichen Errungenschaften mit Ihren Vault-Mitbewohnern zu teilen! Schränken Sie sich zudem selbst nicht dadurch ein, dass Sie sich strikt an die folgenden Rezepte halten, schließlich ist Experimentieren beim Kochen das halbe Vergnügen. Was genau die andere Hälfte ist, darüber sind unsere Wissenschaftler noch uneins.

Rezension:

Kommen wir heute zu einem Buch ganz anderer Art, denn einerseits ist die Vorweihnachtszeit so mit Termin und Erledigungen vollgestopft, dass ich kaum mein wöchentliches Pensum von einem Buch pro Woche einzuhalten imstande war, andererseits handelt es sich bei dem heutigen Vertreter der Gattung Buch mehr als alles andere um eine gelungene Geschenkidee für die Gamer und Geeks im Freundes- und Bekanntenkreis, weshalb es mehr als gut passt, noch vor den Weihnachtsfeiertagen einen Blick auf Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner geworfen zu haben. Kochbücher zu Spielen oder Serien gibt es ja nun mittlerweile einige, doch auch wenn ich noch nicht dazu gekommen bin, hier etwas nachzukochen, muss ich doch jetzt schon sagen, dass es sich um einen der gelungeneren Vertreter dieser Nische handelt, denn Autorin Victoria Rosenthal hat sich durchaus Gedanken gemacht und sich ins Thema gefuchst, wenn man sich nicht nur die Auswahl der Rezepte besieht, sondern auch den Rahmen, in dem sie präsentiert werden.

Ausschnitt aus Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner | © Panini
© Panini Books

Das beginnt mit einem gelungenen Einführungstext nach VaultTec™-Art, dessen typisches Flair ganz wunderbar in das Buch einstimmt, wobei man hier natürlich auch Übersetzer Andreas Kasprzak loben darf, diesen spezifischen Ton auch in der deutschen Fassung getroffen und beibehalten zu haben. Nach besagter Einführung, die auch kurz auf Nahrungsmitteleinschränkungen und Substitutionsgüter eingeht und dazu ermutigt, die Rezepte auch lediglich als Ausgangslage zu betrachten und zu individualisieren, folgt aber auch postwendend der Hauptteil des Buches, die insgesamt 79 Rezepte unterschiedlichster Couleur, die sich in oben bereits genannte Themengebiete untergliedern lassen. Zum Aufbau der Rezepte lässt sich zwar nicht viel Erwähnenswertes berichten, da sie sich wie üblich in eine zutatenliste und eine durchnummerierte Zubereitungsanleitung gliedern, doch sind es hier natürlich die Details, die speziell dem geneigten Fallout-Fan zusagen dürften, so dass nicht nur für jedes Gericht und Getränk ausgewiesen ist, ob und inwieweit es eines der S.P.E.C.I.A.L.-Attribute zu verbessern vermag, sondern vor allem finden sich hier zahllose Anekdoten und Geschichten der Verfasserin, die so tun, als handele es sich um handschriftliche Ergänzungen und dem Buch ein ganz eigenes Flair verleihen. Ebenfalls häufig, aber nicht immer, finden sich auch Einführungstexte seitens VaultTec™, die Herkunft und Nutzen der einzelnen Gerichte/Rezepte umreißen, wobei selbige eine gelungene Mischung aus Altbekanntem und erfrischend Neuartigem darstellen.

So war ich beispielsweise von einem vegetarischen Braten auf Kichererbsen-Basis sehr angetan, den die Autorin nach dem nicht gerade erquicklichen Verzehr von gebackener Blähfliege ins Auge gefasst hat, während auch das eigentlich klassische – und wie man meinen würde simple – Rezept für Mac & Cheese (im Buch tatsächlich "Mac & Käse", hätte man nun wirklich nicht übersetzen müssen) durchaus spannend und ungewöhnlich klingt. Wie aber schon in der Inhaltsange umrissen, wäre Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner nicht vollständig, wenn man sich nicht auch Nuka-Cola und Stimpaks vornehmen würde und ich bin schon sehr gespannt, mir meinen ersten Nuka-Cola-Sirup zu mixen, aus dem sich dann allerhand Variationen des Kultgetränks herstellen lassen. Bei Stimpaks und RadAway handelt es sich natürlich mehr um Party-Gags, bei denen die Aufmachung und Darreichungsform viel ausmacht, aber nichtsdestotrotz haben sich die Macher Gedanken gemacht, diese ikonischen Gegenstände eben nicht unberücksichtigt zu lassen. Während ich also schon beim Durchblättern des Buches meinen Spaß hatte und mir einige der Gerichte bereits zum Nachmachen notiert habe, wird der gelungene Eindruck noch durch den wertigen Einband, überwiegend sehr ansprechende Food-Fotos und nicht zuletzt Abdrucke ikonischer, aus der Fallout-Welt bekannter Plakate abgerundet, so dass ich dieses Kochbuch eben speziell als ungewöhnliches Präsent für entsprechend interessierte Fans des Franchise wärmstens empfehlen kann.

Fazit & Wertung:

Die von Victoria Rosenthal zusammengestellte Rezepte-Sammlung inFallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner präsentiert sich als gelungene Ode an das bekannte Spiele-Franchise und garniert eine ganze Schar durchaus einfallsreicher und oft ungewöhnlicher Gerichte mit reichlich Anekdoten und stimmigem Artwork, während selbst die ganzen ikonischen Vorkommnisse der postapokalyptischen Einöde nunmehr "nachgemacht" werden können.

8,5 von 10 Kulinarische Leckerbissen in der Postapokalypse

Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner

  • Kulinarische Leckerbissen in der Postapokalypse - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Die von Victoria Rosenthal zusammengestellte Rezepte-Sammlung inFallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner präsentiert sich als gelungene Ode an das bekannte Spiele-Franchise und garniert eine ganze Schar durchaus einfallsreicher und oft ungewöhnlicher Gerichte mit reichlich Anekdoten und stimmigem Artwork, während selbst die ganzen ikonischen Vorkommnisse der postapokalyptischen Einöde nunmehr "nachgemacht" werden können.

8.5/10
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Weitere Details findet ihr auf der Seite des Panini Verlages.

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Fallout: Das offizielle Kochbuch für Vaultbewohner ist am 20.11.18 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den folgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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