Portrait: Mark Ruffalo

Nur drei Wochen mussten diesmal ins Land ziehen, bevor ein weiteres Portrait seinen Weg hierhin findet und wie versprochen beharke ich weiterhin die Beteiligten des MCU, deren männliche Belegschaft zugegebenermaßen weit ausufernde ist als die weiblichen Darsteller. Mark Ruffalo, das muss ich zugeben, hatte ich lange nicht wirklich auf dem Schirm und schon bei Shutter Island sagte mir sein Name zunächst wenig, doch seither sehe ich ihn immer wieder gerne und freue mich, so viele Filme mit ihm noch nicht zu kennen, was natürlich auch von Vorteil sein kann, auch hinsichtlich meines Blogs, der, obwohl er ja schon seit 2011 existiert, natürlich nur einen kleinen Teil meiner filmischen Interessen widerspiegelt, habe ich schließlich in den Jahren davor auch schon zahllose Filme gesehen, die hier noch gar nicht vorgestellt und berücksichtigt worden sind. Bei Ruffalo derweil hält sich das in Grenzen und so bin ich guter Dinge, hier in nächster Zeit noch einige seiner Filme vorstellen zu dürfen, nachdem ich sie selbst zum ersten Mal erlebt haben werde. Jetzt aber erst einmal viel Spaß bei der Lektüre und natürlich der Sichtung der verlinkten Filme und relevanten anderen Personen.

Mark Ruffalo

Mark Ruffalo

Der am 22. November 1967 in Kenosha, Wisconsin geborene Mark Ruffalo zog mit seinen Eltern in Jugendjahren nach San Diego und studierte nach dem Besuch der Highschool am Stella Adler Conservatory in Los Angeles. Zunächst versuchte er sich als Bühnenschauspieler, während er ab 1993 auch immer mal wieder in Film und Fernsehen zu sehen war, beispielsweise in einer kleinen Rolle in Studio 54 1998, bevor er im Jahr 2000 mit der Hauptrolle in dem Filmdrama You Can Count On Me neben Laura Linney erste Bekanntheit erlangte. Von dort ausgehend schlossen sich zahlreiche größere wie kleinere Filmrollen an, bevor bei Ruffalo 2002 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde, der ihm beispielsweise die Hauptrolle in Shyamalans Signs – Zeichen verwehrte.

Trotz Komplikationen ist Ruffalo wieder genesen und war unter anderem 2004 als Love-Interest von Jennifer Garner in 30 über Nacht sowie als Gegenspieler von Tom Cruise in Collateral zu sehen. Es folgten wiederum diverse Filmrollen und 2007 übernahm Mark Ruffalo neben Jak Gyllenhaal und Robert Downey Jr. eine der tragenden Rollen in David Finchers Zodiac, spielte 2008 eine der Hauptrollen in Stadt der Blinden, der Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von José Saramago, neben Julianne Moore, mit der er 2010 für die Dramödie The Kids Are All Right erneut gemeinsam vor der Kamera stand. Während er für seine Rolle in dem Film von Lisa Cholodenko für den Oscar nominiert wurde, war seine Beteiligung in Scorseses Shutter Island neben Leonardo DiCaprio in Sachen Popularität womöglich noch bedeutender, denn spätestens jetzt sollte Ruffalo einem breiten Publikum ein Begriff gewesen sein. Im selben Jahr – allerdings weitestgehend unbemerkt – versuchte sich Mark Ruffalo derweil das erste Mal auch als Regisseur bei Sympathy for Delicious, wo er gleich selbst eine größere Rolle übernahm.

Zwei Jahre später derweil wurde Mark Ruffalo als Ersatz für Edward Norton in der Rolle des Bruce Banner für Joss Whedons The Avengers gecastet und nachdem im Vorfeld von vielen Fans die Umbesetzung nicht gerade positiv aufgenommen worden war, wusste er im Film durchaus für sich einzunehmen und sein Name wurde noch einmal ungleich populärer, sodass er 2013 sowohl in Leterriers Die Unfassbaren eine tragende Rolle übernahm, als auch an der Seite von Keira Knightley in Can a Song Save Your Life? spielte. 2015 kehrte er als Bruce Banner für The Avengers 2: Age of Ultron ins Marvel Cinematic Universe zurück und es gilt als gesichert, dass er auch in Thor 3 2017 eine Rolle spielen wird, während 2016 zunächst einmal der zweite Teil von Die Unfassbaren erschienen ist. Zuvor allerdings war er noch in dem biografisch gefärbten Filmdrama Spotlight zu sehen, das hierzulande am 25. Februar 2016 in den Kinos gestartet ist.

[Zuletzt aktualisiert am 11.02.17]

Filmografie: (Auswahl)

2016: Die Unfassbaren 2 – Now You See Me
2015: Spotlight
2015: The Avengers 2: Age of Ultron
2014: Foxcatcher
2014: Infinitely Polar Bear
2013: Can a Song Save Your Life?
2013: Die Unfassbaren – Now You See Me
2012: Thanks for Sharing – Süchtig nach Sex
2012: The Avengers
2011: Margaret
2010: Date Night – Gangster für eine Nacht
2010: Shutter Island
2010: The Kids Are All Right
2010: Sympathy for Delicious (auch: Regisseur)
2009: Wo die wilden Kerle wohnen
2008: Boston Streets
2008: Brothers Bloom
2008: Die Stadt der Blinden
2007: Ein einziger Augenblick
2007: Zodiac – Die Spur des Killers
2006: Das Spiel der Macht
2005: Wo die Liebe hinfällt…
2005: Solange Du da bist
2004: Collateral
2004: 30 über Nacht
2004: Vergiss mein nicht
2004: Wir leben nicht mehr hier
2003: In the Cut
2003: Flight Girls
2003: Mein Leben ohne mich
2002: Windtalkers
2002: XX/XY
2001: Die letzte Festung
2001: Life/Drawing
2000: The Beat (Serie)
2000: Committed
2000: You Can Count on Me
1999: A Fish in the Bathtub
1998: Die Safe-Spezialisten
1996: The Last Big Thing
1996: The Dentist
1995: Mirror, Mirror III: The Voyeur
1993: A Song for You

 

Vorhandene Rezensionen sind jeweils verlinkt!

  • Mir ist Ruffalo erstmals in „Brothers Bloom“ bewußt aufgefallen, wo er aus einer guten Besetzung noch hervorgestochen ist. Und ich war schon damals anschließend erstaunt, wie oft ich ihn schon vorher gesehen hatte, ohne mir seinen Namen oder sein Gesicht zu merken. Aber seitdem hat er dafür umso mehr Eindruck bei mir hinterlassen. Leider fehlt mir „Foxcatcher“ noch, aber dafür war „Can a Song Save Your Life?“ eines der schönsten Feelgood-Movies des letzten Jahres. Aber ich glaube, sowas hatte ich auch schon bei deinem Keira Knightley-Portrait geschrieben, insofern bist du hoffentlich bald überzeugt, ihn dir endlich anzuschauen … 😉

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